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ist Argentinien und Argentinien ist Tango.
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Buenos Aires, etwa im Jahr 1880. Die Oberschicht der Bevölkerung hört und tanzt Habaneras, Polka, Mazurka und andere Tänze, während die armen Leute in den Hafenvierteln (La Boca) einen neuen Tanz entdecken, dessen Rhythmus kubanische, afrikanische, kreolische und spanische Einflüsse trägt.
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Die Oberschicht lehnt diesen Tanz ab, doch in den Armenvierteln der Städte breitet er sich aus.
Für viele enttäuschte und verzweifelte Menschen ist er der einzige Lichtblick im harten Alltag.
Aus Europa, besonders Italien, strömen Einwanderer voller Hoffnung nach Buenos Aires, doch werden diese schnell enttäuscht. Zu viele Einwanderer, zu wenig Arbeit...
Die Anlässe, an denen man tanzt, werden "Milongas" genannt und später wird die lebensfrohe Milonga als Vorläuferin des eigentlichen Tango Argentino angesehen werden.
Die Wiege des Tango liegt somit in den Vororten (den Barrios) von Buenos Aires.
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Noch heute findet man im Stadtteil La Boca ehemalige Tangolokale, die vom Staub der Geschichte überlagert sind.
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Als im Jahr 1877 der Karneval eingeführt wird, beginnt auch die Weiterentwicklung und Ausbreitung des Tango.
In den bürgerlichen Vierteln der argentinischen Städte jedoch wird er sogar verboten und man tanzt ihn nun hauptsächlich in Bordellen. Seine Texte spiegeln die soziale Unterschicht mit ihren Problemen und Gefühlen wider.
Ab 1910 gelangt der Tango nach Europa und erobert sensationell
selbst Städte wie Paris,
wo ihn besonders die Reichen tanzen.
Von Europa schwappt die Welle zurück nach Argentinien und erreicht nun auch hier die Oberschicht. Tango wird zum Nationaltanz von Argentinien.
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In dieser Zeit liegt die Ära des Carlos Gardel, der berühmtesten Figur des Tango aller Zeiten. Der Durchbruch gelingt ihm ab 1930 durch seine Musikfilme, die eine regelrechte Hysterie auslösen. Doch mitten im Höhepunkt seiner Karriere kommt er am 24. Juni 1935, im Alter von gerade mal 44 Jahren, bei einem Flugzeugunglück ums Leben.
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In den 40er Jahren, als Europa im Krieg liegt und Argentinien durch Export von Leder, Fleisch und Wolle zu Reichtum kommt, blühen die Tanzpaläste in Buenos Aires, wo es jetzt etwa 600 Orchester und zahlreiche Ballhäuser gibt.
Die Tanzschritte sind jetzt so komplex und interessant, dass sie auch im Jahr 2000 noch die Grundlage für den Tango bilden werden.
Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelt sich aus dem Tango als Tanzmusik zusehends eine Musik zum Zuhören, welche sich in ihrem Wesen jedoch immer weiter von ihren volkstümlichen Wurzeln in Buenos Aires entfernt.
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Moderne Elemente fließen ein, was den Liebhabern des alten Tango keine Freude bereitet. Astor Piazzolla mischt eigenwillig Milonga, Barpiano- Musik und Jazz zu bombastischer Konzertmusik und hat damit große Erfolge in der ganzen Welt, nur in seiner Heimatstadt Buenos Aires nicht.
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Etwa zu Beginn der 70er Jahre, in der Ära von Rock und Pop, gerät auch der Tango bei den jungen Leuten in Argentinien in Vergessenheit.
Doch wieder bekommt er Impulse aus Europa, wo besonders ab den 90er Jahren die Tangoschulen regen Zuwachs verzeichnen.
Heute lebt der Tango in Buenos Aires, in Südamerika, in Europa und in der ganzen Welt.
Wir haben gemeinsam mit einem namhaften Tango- Veranstalter in Buenos Aires eine Tangoreise entwickelt, deren erste Woche in Buenos Aires sich nahezu ausschließlich diesem Thema widmet. Von seinen Wurzeln in Buenos Aires bis zur Gegenwart, mit Unterricht im Studio und Tanz in den Clubs... Tango total.
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Der Tanz:
Tango ist... Mann und Frau, Abstand und Annäherung, Rhythmus und Gefühl.
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Beim Tanz dominiert der Mann. Er führt die Frau und bestimmt, wie und mit welcher Geschwindigkeit die Bewegungen ablaufen. Die Frau lässt sich von ihm führen.
Durch die verschiedenen Varianten des Tangos muss zwischen den Tänzern eine gute Kommunikation vorhanden sein.
Dabei hat jedes Paar seine eigene Choreographie und seine eigenen Gesetze der Kommunikation.
Den Tanz selbst tanzt man völlig umschlungen, Gesicht an Gesicht.
Die Bewegungen, die oftmals in Eleganz und Synchronisierung verwandelt werden, beinhalten viele Emotionen.
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Die Instrumente:
Das Instrument des Tango ist zweifelsohne das Bandoneon.
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Es wurde bereits 1840 vom deutschen Musiklehrer Heinrich Band aus der einfachen deutschen Konzertina weiterentwickelt und hatte damals 64 Töne. Heute sind es 144.
Das Bandoneon gehört zu der Familie der Balg- oder Zuginstrumente. Im Vergleich zum Akkordeon ist das Bandoneon schwieriger zu erlernen und klingt schärfer, expressiver und brillianter.
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Als die Trios oder Quartettos begannen, sich in den Tangolokalen zu etablieren, gesellten sich zum Bandoneon das Klavier und der Kontrabass.
Seit 1920 bis zum heutigen Tage besteht ein typisches Tango- Orchester aus zwei Bandoneons, zwei Violinen, Piano und Bass.
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