Allgemeines
Lima, die Hauptstadt Perus, ist eine Metropole voller Flair. Jeder Stadtteil hat seine eigene Geschichte und seine ganz besonderen Reize.
Auch als die Stadt der Könige und Vizekönige bekannt, war Lima schon immer eine Oase der Kultur und Pracht in Amerika. Innerhalb weniger Jahrzehnte nach Gründung entwickelte sich Lima zur wichtigsten Metropole der spanischen Kolonien in Amerika. Die breiten Straßen, die vielen Häuser aus der Kolonialzeit, die vielen Stadtpaläste, Kirchen im Barock- und Renaissancestil, elegante Villen, Universitäten, Bischofspaläste belegen eindrucksvoll, dass Lima einmal eine der reichsten Städte der Welt war.
Daten & Fakten
Höhe:
101 m
Provinz:
Lima
Einwohner:
8,5 Millionen (Ballungsraum Lima)
Klima:
ganzjährig warm
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Beste Reisezeit:
ganzjährig möglich
Gesundheitshinweise allgemein:
-
Tipps für Ausrüstung und Kleidung:
Kopfbedeckung, Sonnenschutz, Sonnenbrille
Sehenswertes:
Lima ist eine lebendige, bunte und unglaublich vielseitige Stadt, welche für jeden Geschmack etwas bietet: ob Geschichte, Kultur, Bildung, Kunst, Sport, Menschen, Lebensgefühl oder Shopping.
Die Mischung aus historischen und neubarocken Bauten neben moderner Architektur begeistert nicht nur Architekturfans. Sehenswert sind vor allem die Plaza Mayor mit ihren umgebenden Bauten wie der Regierungspalast, das Rathaus, die Kathedrale von Lima, das Universitätsgebäude San Marcos, der malerische Palacio de Torre Tagle, die Kathedrale und Kloster San Francisco und so weiter.
Lima ist auch bekannt für seine Museen, die kostbare archäologische Sammlungen beherbergen, wie das Nationale Museum für Anthropologie und Archäologie, das Larco-Herrera-Museum und das Goldmuseum.
Einer der bekanntesten Parks in Lima ist der Universitätspark (Parque Universitario). Interessant ist auch Miraflores mit seinen gepflegten Parkanlagen und Gärten. Der Bezirk ist bekannt für seine mit zahlreichen Blumen überfüllten Parks. Erwähnenswert sind dort der Parque Central und der Parque Kennedy. An beiden Parkanlagen vorbei verläuft die Avenida Larco Richtung Meer. Einen Besuch wert ist sowohl der Parque del Amor als auch der Parque El Olivar in San Isidro mit seinen Olivenbäumen, die einst im 15. Jahrhundert aus Spanien importiert wurden.
Entfernungen:
Callao
Caral
La Oroya
Pisco
Ica
Huaraz
Chimbote
Nazca
Tinga María
Trujillo
Ayacucho
Chiclayo
Cajamarca
Arequipa
Cuzco
Tacna
Puno
Tumbes
Arica (Chile)
Puerto Maldonado
30 km
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1430 km
1631 km
Flughafen:
Internationaler Flughafen „Aeropuerto Internacional Jorge Chávez“
Entfernung vom Zentrum: 15 km
Flughafencode: LIM
Kurzgeschichte der Stadt
10.000 v. Chr.
In der Region um Lima leben Fischer und Sammler; Später entwickeln sich Ackerbau und Kunsthandwerk.
Durch die Sesshaftigkeit und Religion entstehen Sozialhierarchien und es kommt zum Bau religiöser Gebäude.
1. – 6. Jhd. n. Chr.
Die Maranga- und Lima-Kultur beherrschen dieses Territorium.
2.-6. Jhd. n. Chr.
Bau der antiken Stadt Pachacámac, welche sich 40 km südöstlich vom heutigen Stadtzentrum befindet.
400 n. Chr.
Das Heiligtum Pucllana (heute in Miraflores) ist wichtiges administratives Zentrum der Kultur
6.-8. Jhd. n. Chr.
Die Wari-Kultur beherrscht das Gebiet. Pachacámac wird ausgebaut.
15. Jhd.
Die Inka-Kultur dominiert diese Region und errichtet ihre eigenen Bauten an Orten wie z.B. Pachacámac, weshalb sich das Verhältnis Mensch und Natur ändert.
1500
Das Gebiet um Lima ist das am dichtesten besiedelte im heutigen Peru
1535
Der spanische Eroberer Francisco Pizarro gründet am 18. Januar Lima unter dem Namen „Ciudad de los Reyes“ (Stadt der Könige) auf einer Eingeborenensiedlung am Südufer des Flusses Rimac.
Beginn des Baus der Kathedrale
1536
Lima wird von den Truppen des Manco Inkas belagert.
1541
Lima wird Sitz der Diözese der katholischen Kirche.
1542
Gründung des Vizekönigreich Peru, welches die heutigen Länder Ecuador, Kolumbien und Argentinien, Chile, Costa Rica, Cuba, Peru,, sowie Bolivien, Chile, Argentinien und Paraguay umfasst. Lima wird Hauptstadt des Vizekönigreichs.
1551
Am 12. Mai wird die erste Universität auf dem amerikanischen Kontinent in Lima gegründet. Dies geschieht im Dominikanerkloster „Nuestra Señora del Rosario“ und die Universität heisst „San Marcos“.
Lima ist das religiöse, wirtschaftliche und politische Zentrum der spanischen Kolonien Südamerikas.
Außerdem ist Lima für das peruanische Gebiet das Zentrum der Unterdrückungsmaßnahmen gegen die indigene Bevölkerung. Die Eroberer versuchen, alte Bräuche und Naturmedizin mit der heiligen Inquisition und dem Scheiterhaufen zu bekämpfen.
Die Stadt blüht unter dem ständigen Zufluss von Gold und Silber auf, welches zunächst von den besiegten Inkas, dann aus den Minen der Anden stammt. Lima entwickelt sich zum weitflächigen Handelsnetz.
1579
Lima hat 25.000 Einwohner
1600
Lima ist religiöses, wirtschaftliches und politisches Zentrum der Kolonien in Südamerika (vom 15.-17.Jhd.)
1625
Die Kathedrale von Lima wird nach 90 Jahren Bauzeit eröffnet.
1687
Ein schweres Erdbeben am 20. Oktober fordert 5.000 Menschenleben und zerstört große Teile der Stadt. Seuchen, Lebensmittelknappheit und damit auch stetiger Rückgang der Bevölkerung, sind die Folge.
Dieses Erdbeben stellt einen Wendepunkt in der Geschichte Limas dar, gekennzeichnet durch Rückgänge in der Silberproduktion und Schwächung des Handelsgewerbes.
1746
Am 28. Oktober kommt es erneut zu einem schweren Erdbeben (18.000 Opfer), das hohe Schäden verursacht und einen Wiederaufbau der Stadt erzwingt.
1800
Lima hat sich von den Rückschlägen der letzten Erdbeben erholt und entwickelt sich zu einer ansehnlichen Stadt
1820
Im Dezember besetzt die Rebellenarmee unter Führung von José de San Martín Lima, nachdem er die Spanier in der Schlacht bei Pisco besiegt hat
1821
Am 28. Juli 1821 ruft San Martín in Lima offiziell die Unabhängigkeit Perus aus, nachdem diese bereits 1820 in Trujillo, wo sich heute das Freiheitsdenkmal „La Libertad“ befindet, erklärt wurde. Am 3. August 1821 wird San Martín zum Protektor der neuen Republik mit Lima als Hauptstadt erwählt.
1851
Beginn der Industrialisierung und Bau der ersten Eisenbahnlinie Südamerikas zwischen Lima und Hafenstadt Callao.
1861
Die Einwohnerzahl Limas überschreitet die 100.000-Grenze.
1878
Die erste Pferdestraßenbahn fährt durch Lima.
1879-1883
Während des Salpeterkrieges besetzen und plündern chilenische Truppen die Stadt.
1890.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bringt der Abbau von Guano auf den der Küste vorgelagerten Inseln der Stadt Reichtum und Wohlstand.
1904
Die erste elektrische Straßenbahn fährt durch Lima.
1919
Lima wächst sehr stark. Die Einwohnerzahl beträgt bereits 175.000
Nachdem die Spanier in der Kolonialzeit bereits schwarze Sklaven aus Afrika nach Lima brachten, strömen nun auch chinesische Arbeiter nach Lima. Eine multikulturelle Gesellschaft entsteht.
1938
Der Präsidentenpalast ist erbaut
1939
Bereits über eine halbe Million Menschen leben in Lima. Auch viele ausländische Zuwanderer finden
den Weg an die peruanische Küste. Schon in der Kolonialzeit hatten die Spanier schwarze Sklaven aus
Afrika geholt und später kamen Chinesen als Vertragsarbeiter ins Land. So entsteht im Laufe der
Jahre ein multikulturelles Völkergemisch, das entscheidend zum kosmopolitischen Flair der Stadt
beiträgt.
1940
Ein Erdbeben zerstört erneut viele Teile der Stadt. Trotzdem kommt es zu einem raschen Bevölkerungswachstum infolge der großen Zuwanderung aus den Anden-Regionen. Das Stadtgebiet erweitert sich von Jahr zu Jahr und die Einwohnerzahl beträgt nun 530.000.
1942
Am 2. August wird Isabel Allende in Lima geboren
1951
Die Einwohnerzahl Limas beträgt bereits 835.000
1953
Die Einwohnerzahl hat in nur 2 Jahren um weitere 129.000 Menschen zugenommen und beträgt nun 964.000
1960
Landflucht durch Naturkatastrophen und Armut, Bevölkerungsexplosion und eine mangelnde Infrastruktur führen zu zunehmenden sozialen Problemen und der Entstehung und Zunahme von Elendsvierteln
1960
Eröffnung des internationalen Flughafens von Lima „Aeropuerto Internacional Jorge Chávez“
1961
Lima ist Millionenstadt (1,2 Millionen Einwohner)
1965
Der Betrieb der elektrischen Straßenbahnen wird eingestellt
1969
Lima hat 2,5 Millionen Einwohner
1981
Lima hat fast 4 Millionen Einwohner
1986
Am 18. Juni kommt es im Frauengefängnis von Lurigancho sowie der Gefängnisinsel El Frontón in Callao zu einer Meuterei von vermeintlichen Anhängern des Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad).
Die Regierung beendete den Aufstand, indem sie 249 Gefangende tötete. 124 wurden erschossen, nachdem sie sich bereits ergeben hatten.
1990
Jährlich strömen 200.000 Menschen vom Land nach Lima
1993
Lima hat 5,3 Millionen Einwohner
1996
Am 17. Dezember nehmen 15 Mitglieder des Movimiento Revolucionario Túpac Amaru während eines Empfangs in der japanischen Botschaft in Lima 71 wichtige Persönlichkeiten als Geisel.
Die Armee stürmt am 22. April die Botschaft und erschiesst alle der meist noch jugendlichen Geiselnehmer und befreit die Geiseln. Dabei kommen auch zwei Soldaten ums Leben, eine Geisel stirbt durch Herzinfarkt.
2000
Die Einwohnerzahl überschreitet auch die 6 Millionen-Grenze
2010
In Lima leben etwa 7 Millionen Menschen.