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Buenos Aires Marathon
am 04. November 2007
- Ein kleiner Rückblick -
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Der schönste und größte Marathon Südamerikas ist der Buenos Aires Marathon und seine Popularität steigt von Jahr zu Jahr. Wie in den Jahren zuvor boten wir als offizieller Veranstalter an, lediglich die Teilnahme am Marathon (50.-€ inkl. aller Formalitäten und T-Shirt) oder eine der drei ausgeschriebenen Laufreisen zu buchen. Beide Varianten wurden mehr denn je genutzt, denn Argentinien ist ein traumhaftes Reiseziel.
Alle Laufreisen begannen aus Tradition mit der gemeinsamen Bike Tour durch Buenos Aires. So lernte man sich untereinander und die Stadt etwas kennen. Viele Sehenswürdigkeiten würden wir während des Marathons 3 Tage später wieder sehen...
Buenos Aires! Eine der schönsten Metropolen der Welt mit sehr hohem Unterhaltungswert. Wer nur eine Woche hier ist, versucht so viel wie möglich zu sehen, aber die Zeit wird nicht reichen. Man konnte die Start völlig individuell erleben, oder eines der 30 optionalen Programme nutzen.
Dabei wurden Exkursionen ins Tigre-Delta, Abende in einer Tangoshow, Ausflüge nach Uruguay und weiteres genutzt. Einige Stunden nach dem Marathon konnte wer wollte das Fußballspiel River Plate gegen Independiente (1:1) im ausverkauften Estadio Monumental sehen.
Am Tage vor dem Lauf holten wir die Startnummern ab. Die Ausgabe erfolgte zum ersten Mal im Tennisstadion Parque Roca, wo Argentinien seine Spiele im Davis-Cup spielt.
Der Marathon:
Wir fuhren gegen 06.00 Uhr mit Taxis zum Start in den Parque Roca. Auf den Straßen waren zu dieser Zeit viele Jugendliche, die gerade aus den „Boliches“ (Kneipen bzw. Discos) kamen.
Als wir im Startbereich die Taxis verließen, froren wir gewaltig. Daher machten Lockerungsübungen doppelt Sinn. Der Startbereich füllte sich, die Stimmung stieg. Es wurden die Nationalhymnen der Länder gespielt, die Teilnehmer am Start hatten. Gleich nach dem Start um 07.30 Uhr war von der Kälte nichts mehr zu spüren.
Die erneut geänderte Strecke (um nicht mit dem Straßenverkehr der 12 Millionen-Metropole zu kollidieren) führte zunächst über die Stadtautobahnen Dellepiane und 25 de Mayo (Verbindung vom internationalen Flughafen Ezeiza ins Zentrum). Zwar gab es hier keine Zuschauer, dafür konnte man sich in Ruhe einlaufen und hatte einen guten Blick auf die Viertel links und rechts unter der Stadtautobahn. Bei Kilometer 14 bogen wir links auf die breiteste Straße der Welt, die Avenida 9 de Julio, wo wir die rechten 3 von 26 Spuren für uns hatten. Hier empfing uns laute Trommelmusik einer typischen Murga. Mit diesem Rhythmus überquerten wir die Avenida de Mayo und kurz darauf waren wir am Obelisco (Symbol der Stadt). Dort bogen wir rechts ab und liefen über die Plaza de Mayo hinunter nach San Telmo, dem ältesten Stadtteil von Buenos Aires. Wenig später der nächste Höhepunkt: die Bombonera, das Fußballstadion von Boca Juniors und der Stadtteil Boca, wo die Halbmarathon-Zeit gemessen wurde.
Nun liefen wir an den alten Fischerbooten des Riochuelos entlang bis zum Puerto Madero. Dann weiter am Rio de la Plata und direkt am Inlandflughafen Aeroparque vorbei. Kurz darauf sahen wir auch das Stadion der anderen großen Mannschaft (River Plate), das Monumental.
Noch ein paar Kilometer und im Parque de los Niños wurde das Ziel erreicht.
42,195 Kilometer vom Süden in den Norden einer der schönsten Städte der Welt!
Das Wetter meinte es sehr gut mit uns, denn es war sonnig aber mit ca. 10-15°C nicht zu warm.
Die Verpflegung auf der Strecke war wieder einwandfrei und mehr als ausreichend.
Einsamer Spitzenreiter unserer Laufteilnehmer war Jürgen Strobel. Seine 3:17:15 hat in den drei Jahren seit wir die Laufreisen zum BA-Marathon anbieten, noch keiner erreicht. Herzlichen Glückwunsch nach Obersulm in den Landkreis Heilbronn! Carsten Respondeck lief sehr gute 3:36:49, ohne für diesen Marathon trainiert zu haben. Vor Buenos Aires lief er am 09.09. den Münster-Marathon in 3:24:06 und danach fast zwei Monate nicht mehr! Ebenso gehen Glückwünsche nach Zierenberg, denn die neue Bestzeit für Frauen (unserer Laufteilnehmerinnen) liegt nun bei 3:37:35 und gehört Conchita Welker. Damit war sie sogar deutlich besser als die meisten von uns Männer.
Aber egal von welcher Seite man es sieht, alle die das Ziel erreichten und die Medaille bekamen,
können stolz sein. Für Gerhard Höpfer war es im Alter von 57 Jahren erst der dritte Marathon, und er lief 3:44:52. Eine Zeit, die viele 30-Jährige gern einmal erreichen möchten. Horst Pisarski lief ganz locker unter 3:50 und auch Wendelin aus Aschaffenburg war mit seiner Zeit sehr zufrieden. Er steht, geht und läuft ja in MBT-Schuhen. Schuhe die mehr Sportgerät als Schuhe sind, weil sie ihren Benutzer in einen aufrechten Gang und zu einer besseren Haltung zwingen. Sein Ziel ist es, auf jeden Kontinent in MBT-Schuhen zu laufen. Er zelebrierte die letzten Kilometer indem er die Kilometerschilder abklatschte und rief: „37, nie mehr, nie mehr nie mehr…, 38, nie mehr, nie mehr nie mehr…usw.“ Aber Marathon immer wieder!
Der sehr sympathische Uli Lohrbach kam extra aus Santa Cruz (Bolivien) eingeflogen, wo er an einer deutschen Schule als Lehrer tätig ist. Die Hauptsache aber war, dass alle unserer Läufer gesund das Ziel erreichten. Und obwohl Alexander Gloeckler knapp über 5 Stunden lief, kamen nach ihm noch viele, viele Läufer ins Ziel. Ganz zu schweigen von denen die es gar nicht bis dorthin geschafft hatten.
Ganz besonderer Dank gilt den Organisatoren des BA-Marathons, an Carlos, Andres, Diego, Manu und Silvina und an Antonio Silvio, Director de la Maraton und Sieger des Hamburg-Marathons 1995. Der Lauf war wieder einmal bestens organisiert.
Wir freuen uns auf den 12. Oktober 2008, zum 8. Maraton de Buenos Aires!
Un agradecimiento especial para los organisadores de la maraton, para Carlos, Andres, Diego, Manu y Silvina. Y también para Antonio Silio, ganador del maraton de Hamburgo en el 1995. Ustedes hicieron un muy buen trabajo!
Statistik:
Wetter: sonnig, Temperatur 10-15 °C, Teilnehmer: knapp 4.000 (aus 22 Ländern)
Top 3 Gesamtwertung (Männer):
1. Juan Carlos Cardona (Kolumbien)
2. Oscar Cortinez (Argentinien)
3. Paulo da Silva (Brasilien)
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2:16:06
2:18:17
2:19:39
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Top 3 Gesamtwertung (Frauen):
1. Sirlene Souza de Pinho (Brasilien)
2. Estela Martínez (Argentinien)
3. Sonia Calizaya (Bolivien)
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2:38:59
2:43:56
2:45:06
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Top 15 Reallatino Tours:
1. Jürgen Strobel, M47 (Obersulm)
2. Carsten Respondeck, M31 (Essen)
3. Markus Zentner, M25 (Köln)
4. Conchita Welker, W45 (Zierenberg)
5. Gerhard Höpfer, M57 (Abtsteinach)
6. Horst Pisarski, M50 (Berlin)
7. Harald Staiger, M53 (Altbach)
8. Martin Wibbeling, M27 (Greven)
9. Kilian Krause, M33 (Herzberg,NDS)
10. Fred Becker, M46 (Leipzig)
11. Normen Küttner, M43 (Konstanz)
12. Ulrich Lohrbach, M45 (Söhrewald-Wellerode)
13. Wendelin Lauxen, M46 (Aschaffenburg)
14. Michael Oesterle, M35 (Vöhringen/Illeberg)
15. Alexander Gloeckler, M32 (Köln)
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3:17:15
3:36:49
3:37:35
3:37:35
3:44:52
3:48:00
3:50:11
3:51:32
3:55:26
3:56:35
4:09:06
4:09:38
4:17:14
4:54:24
5:09:16
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Nach dem Marathon führte die Laufreise wie jedes Jahr zunächst nach Puerto Iguazú, wo wir am Drei-Länder-Eck (Argentinien, Brasilien, Paraguay) Mate tranken und an den folgenden beiden Tagen die Iguazú-Wasserfälle durch private Exkursionen erlebten. Auf der Fotosafari durch den subtropischen Regenwald sahen wir die gefährlichste Schlange Amerikas, die Schreckensklapperschlange (cascavel). Am nächsten Tag konnten wir einen Tukan aus allernächster Nähe beobachten. Conchita gewann eine weitere Wertung: sie entdeckte als erste den Ochenta y ocho (Schmetterling mit der 88 auf dem Flügel).
Danach folgten Reiseziele, die wiederum den völligen Kontrast zur Weltmetropole Buenos Aires und zum Regenwald bei Iguazú darstellen: El Calafate mit seinen Gletschern und Ushuaia (Feuerland), am Ende der Welt. So konnte wer wollte eine Argentinienrundreise mit ganz viel Natur erleben, wobei am Ende der Buenos Aires Marathon „nur“ einer von vielen Höhepunkten war.
Insgesamt waren die Reisen ein großer Erfolg und wir möchten uns auf diese Weise bei allen Teilnehmern herzlich bedanken.
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