Diese Radreise ist mehr als eine Route: Sie ist ein Übergang zwischen Welten. Vom alpinen Zauber Salzburgs bis zum warmen Licht der Adria führt Sie der Alpe‑Adria‑Radweg durch Täler, über historische Bahntrassen und entlang klarer Seen - eine Reise, die nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf Genuss ausgelegt ist. Die Kombination aus Bergmagie, Kärntner Lebensfreude und italienischem Dolce Vita macht diese Tour seit vielen Jahren zu einem echten Klassiker.
Sie fahren nicht einfach von A nach B - Sie erleben eine der schönsten Verbindungen Europas. Die Strecke führt über alte Bahnbrücken und Tunnel, über römische Straßen aus einer 2000 Jahre alten Vergangenheit und durch Landschaften, die sich wie ein lebendiger Bilderbogen entfalten. Die Etappen bleiben bewusst kurz, damit Sie genug Zeit haben, jedes Reiseziel kennenzulernen und die regionalen Köstlichkeiten zu genießen - vom Kaffee mit Salzburger Nockerln über Kärntner Nudeln bis zur Boreto-Fischsuppe in Grado.
Die Reise beginnt in Salzburg, wo Festung, Altstadt und Salzach eine Atmosphäre schaffen, die sofort verzaubert. Wir empfehlen eine frühere Anreise, damit Sie sich in Salzburg gebührend auf die Radreise einstimmen können.
Die ersten Kilometer führen entlang der Salzach durch Hallein und Golling, bevor die Berge näher rücken. Über Bischofshofen und St. Johann geht es ins Gasteiner Tal, begleitet von den Gipfeln der Hohen Tauern. Der Zug durch die Tauernschleuse bringt Sie bequem nach Mallnitz.
Ab Mallnitz öffnet sich das Mölltal mit imposanten Alpenlandschaften. Über den Drauradweg erreichen Sie Spittal und später Villach, die zweitgrößte Stadt Kärntens - ein Ort voller Charme und südlichem Flair.
In Tarvis beginnt Italien. Das Kanaltal ist ein kultureller Knotenpunkt, in dem drei europäische Sprachgruppen zusammentreffen. Die Route führt durch Wälder, Weinregionen und historische Orte wie Gemona del Friuli und Udine.
Die letzte Etappe endet in Grado, einer Küstendüne am Golf von Venedig. Strände, Thermalbäder und die lecker Fischsuppe "Boreto" machen den Abschluss dieser Reise unvergesslich.
Grado besitzt keinen Bahnhof, daher geht es zunächst per Bus nach Cervignano del Friuli. Von dort erreichen Sie Venedig in nur 1 h 30 min - perfekt für eine individuelle Verlängerung der Reise.
Wer die Küste weiter erkunden möchte, kann die Tour bis Triest fortsetzen - eine weitere faszinierende Stadt voller Geschichte und Meerblick.
Auf Anfrage wird Ihre ideale Rückreise oder Weiterreise organisiert, ganz nach Ihren persönlichen Wünschen und Zeitplänen.
Die heutige 1. Etappe Ihrer Radreise nach Italien führt Sie von Salzburg nach Golling. Sie verlassen die charmante Mozartstadt in Richtung Alpen. Meist radeln Sie entlang der Salzach, sodass die Strecke angenehm flach bleibt. Schon kurz nach dem Start passieren Sie das Schloss Hellbrunn aus dem frühen 17. Jahrhundert, einst die Sommerresidenz der Salzburger Fürstbischöfe.
Weiter geht es auf dem Tauernradweg nach Hallein, rund 15 Kilometer südlich von Salzburg. Die Stadt ist bekannt für ihre schiefen Bürgerhäuser aus dem 13. Jahrhundert und vor allem für die historische Salzgewinnung. Über Jahrhunderte wurde das Salz aus dem Bergwerk Hallein auf der Salzach nach Salzburg transportiert und begründete den Reichtum der Erzbischöfe, die damit die barocken Prachtbauten der Stadt finanzierten. Heute wird dort kein Salz mehr abgebaut, doch das Bergwerk gilt als das älteste Schaubergwerk der Welt - seit über 450 Jahren - und kann besichtigt werden.
Ein Höhepunkt der Etappe ist Golling. Der Ort bietet ein malerisches Schloss und einen beeindruckenden Wasserfall, der sich über zwei Stufen insgesamt 75 Meter in die Tiefe stürzt. Golling ist zugleich der letzte Ort südlich von Salzburg, bevor die Berge beginnen: Hier erheben sich das Hagengebirge und das Tennengebirge. Am Pass Lueg können Sie eine Rast am Salzachklamm machen, bevor Sie im weiteren Verlauf die imposante Burg Hohenwerfen passieren. Die über 900 Jahre alte Festung diente einst als Wehrburg der Salzburger Erzbischöfe thront hoch über dem Salzachtal.
Ihr Tagesziel ist die Unterkunft in Bischofshofen oder St. Johann im Pongau.
Mitten im Zentrum stürzt der Gasteiner Wasserfall über mehrere Stufen in die Tiefe - eine der markantesten Sehenswürdigkeiten des Tals. Er wird von 17 Quellen gespeist, und die durch die Zerstäubung entstehende, negativ ionisierte Luft gilt als wichtiger Faktor für das besondere Kurklima.
Wenn Zeit und Wetter es zulassen, lohnt sich ein Abstecher zum Stubnerkogel. Mit dem Fahrrad wären es rund 18 Kilometer und etwa 1.200 Höhenmeter bis zur berühmten Hängebrücke - deutlich komfortabler geht es mit der Stubnerkogelbahn, deren Talstation direkt am Bahnhof Bad Gastein liegt.
Oben erwartet Sie die höchste Hängebrücke Europas sowie die Aussichtsplattform „Glocknerblick", von der aus Sie die gesamte Bergkette der Hohen Tauern überblicken können.
Die heutige Etappe führt zunächst ca. 4 km nach Böckstein, wo Sie den Zug durch die Tauernschleuse nach Mallnitz nehmen. Von dort radeln Sie durch das Mölltal, eingerahmt von eindrucksvollen Hochgebirgslandschaften, immer entlang der Möll - einem der saubersten Flüsse Österreichs. Dieser Abschnitt des Alpe-Adria-Radwegs folgt dem Glocknerradweg und führt meist leicht bergab durch den Nationalpark Hohe Tauern bis nach Möllbrücke. Hier mündet die Möll in die Drau, und das Tal geht nahtlos in das Drautal über.
Auf dem Drauradweg geht es gemütlich weiter nach Spittal an der Drau. Die Kleinstadt mit rund 16.000 Einwohnern liegt malerisch zwischen drei Gebirgszügen: den Hohen Tauern, den Gurktaler Alpen und den Gailtaler Alpen. Besonders sehenswert ist das Renaissanceschloss Porcia aus dem 16. Jahrhundert - einer der schönsten Renaissancebauten nördlich der Alpen.
Ganz in der Nähe liegt der Millstätter See. Wenn Sie noch Lust auf zusätzliche Kilometer haben, können Sie ihn umrunden (28 km) und anschließend ein erfrischendes Bad nehmen. Das Wasser ist so sauber, dass man es trinken könnte - Kärnten ist schließlich für seine klaren Seen bekannt.
Weiter geht es stets entlang der Drau bis nach Villach. Die zweitgrößte Stadt Kärntens zählt rund 62.000 Einwohner und liegt am Zusammenfluss von Drau und Gail. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der Hauptplatz aus dem 12. Jahrhundert mit dem Pranger, die historische Altstadt mit ihren Gassen sowie die Burg Landskron, etwa sieben Kilometer nordöstlich der Stadt. Dahinter erstreckt sich der Ossiacher See, und rund um Villach finden sich weitere kleine Badeseen.
Höhenlagen:
Mölltal ca. 630 m - Möllbrücke 557 m - Spittal an der Drau 560 m - Villach 501 m
Die heutige Etappe beginnt nach dem Frühstück in Villach - und führt Sie direkt nach Bella Italia. Entlang der Gail radeln Sie Richtung Süden. Am Dreiländereck zwischen Österreich, Slowenien und Italien treffen drei große europäische Sprachräume aufeinander: germanisch, romanisch und slawisch. Seit Jahrhunderten leben hier Österreicher, Friulaner, Slowenen und Italiener gemeinsam - ein kulturell faszinierender Übergangsraum.
Über die alte römische Straße Via Julia Augusta und den ehemaligen Grenzübergang Coccau-Valico gelangen Sie nach Italien. Die erste Stadt in Friaul-Julisch Venetien ist Tarvis mit rund 4.200 Einwohnern.
Von hier an führt die Route durch das wunderschöne Kanaltal und die Julischen Alpen - eine Region mit unberührter Natur und ausgedehnten Wäldern. Dieser Abschnitt gilt als der landschaftlich eindrucksvollste Teil der gesamten Alpe-Adria-Radreise. Der mit EU-Mitteln angelegte Radweg verläuft auf einer stillgelegten Eisenbahntrasse entlang der Fella. Sie radeln durch 22 schmale Bahntunnel und über mehrere historische Eisenbahnbrücken - ein echtes Highlight.
Weiter geht es durch die Julischen Alpen über Malborghetto nach Chiusaforte (690 Einwohner). Der ehemalige Bahnhof von Chiusaforte ist ein beliebter Treffpunkt für Radreisende und bietet sogar eine kleine Fahrradwerkstatt.
Ihr Tagesziel liegt - je nach Unterkunft - in Moggio Udinese, Venzone oder Tolmezzo. Hier mündet die Fella in den Tagliamento, den größten naturnahen Fluss Europas. Ohne Betonbegrenzungen oder Wehre schlängelt er sich frei durch die Landschaft und erreicht stellenweise eine Breite von bis zu zwei Kilometern.
Tolmezzo ist mit etwa 10.000 Einwohnern der größte Ort, Venzone (2.000 Einwohner) und Moggio Udinese (1.700 Einwohner) sind deutlich kleiner. Die gesamte Region zwischen den Julischen und Karnischen Alpen wurde 1976 von einem verheerenden Erdbeben zerstört. Heute sind die Orte vollständig wieder aufgebaut - nur einige Ruinen erinnern noch an die Katastrophe.
Wer diese Königsetappe von Österreich nach Italien etwas verkürzen möchte, kann den Abschnitt von Villach nach Tarvis oder Ugovizza bequem mit dem Zug zurücklegen (nicht im Reisepreis enthalten). Wir beraten Sie dazu gern.
Die heutige Etappe führt Sie weiter Richtung Süden - auf angenehm flachem Terrain. Ein Stopp in Gemona del Friuli lohnt sich sehr. Das Städtchen am südlichen Ausgang des Kanaltals, zu Füßen der Julischen Alpen, zählt zu den schönsten historischen Orten Friaul-Julisch Venetiens. Besonders prägend ist der majestätische Dom Santa Maria Assunta, dessen Besuch sich unbedingt empfiehlt.
Im weiteren Verlauf der Strecke spielt der Wein eine immer größere Rolle: Zahlreiche Weinreben säumen den Weg und laden zu kleinen Verkostungen ein. Steigungen gibt es nun keine mehr, denn Sie radeln durch die weite Tiefebene Friauls.
Ihr Tagesziel ist Udine, die wichtigste Stadt der Region mit knapp 100.000 Einwohnern. Die historische Altstadt ist stark venezianisch geprägt und bietet zahlreiche Bauwerke aus Gotik und Renaissance. Besonders eindrucksvoll ist die Piazza della Libertà, die als einer der schönsten Plätze Norditaliens gilt. Am Abend genießen Sie die italienische Dolce Vita in den Gassen der Altstadt - vielleicht bei einem Glas frischen Weißweins aus der Region.
Die letzte Etappe der Alpe-Adria-Radreise führt Sie von Udine nach Grado - ein Tag voller Geschichte, Landschaft und dem Gefühl, langsam dem Meer entgegenzugleiten.
Rund 20 Kilometer südlich von Udine liegt Palmanova, eine perfekte barocke Sternenstadt. Ihr geometrischer Grundriss ist seit dem 16. Jahrhundert unverändert - deshalb trägt sie stolz den Titel UNESCO-Weltkulturerbe. Der riesige Hauptplatz wirkt fast surreal und erinnert daran, dass Palmanova einst als venezianische Festungsstadt gegen die Türken geplant wurde. Nur wenige Kilometer weiter liegt Strassoldo, ein mittelalterliches Dorf wie aus einem Bilderbuch.
Über die antike Via Julia Augusta, die schon unter Kaiser Augustus entstand, erreichen Sie Aquileia. Einst die zweitwichtigste Stadt des Römischen Reiches, pulsierte hier das Leben von über 150.000 Menschen. Heute beeindrucken der römische Hafen, die Via Sacra und vor allem die einzigartigen Mosaike der Basilika - ein weiterer UNESCO-Schatz.
Zwischen diesen historischen Orten radeln Sie durch stille Schilflandschaften, entlang von Kanälen, Weinbergen und eleganten Weingütern. Das Friaul ist Italiens bedeutendstes Weißweingebiet - mildes Mittelmeerklima und alpine Winde schenken den Weinen ihre frische, fruchtige Note. Unterwegs laden kleine Weingüter zu genussvollen Pausen ein.
Vier Kilometer vor dem Ziel beginnt die Dammstraße Via Monfalcone, die über den Canale Primero direkt auf die Insel Grado führt. Eine Zielgerade wie aus einem Film. Grado, einst ein Fischerort, ist heute einer der charmantesten Badeorte der Adria - mit Wasserstraßen, goldenen Stränden und einer lebendigen, autofreien Altstadt. Alle Strände tragen die Blaue Flagge, denn die Natur rund um Grado ist kostbar: Über 150 Vogelarten leben hier, dazu eine üppige Lagunenlandschaft.
Grado ist ein Ort zum Durchatmen, Genießen und Verweilen - mit Thermalbad, Kurtradition, Meerblick und italienischer Lebensfreude. Ein perfekter Abschluss Ihrer Reise.
Höhenlagen:
Udine (113 m) - Grado (2 m)
Wenn Sie jedoch noch nicht genug haben: Die Radreise lässt sich problemlos bis nach Triest verlängern - ein wunderschöner Abschluss an der Küste.
WICHTIG:
Wir arbeiten auf dieser Reise pro Ort mit mehreren Hotels zusammen, was aus Gründen der Verfügbarkeit wichtig ist. Die hier unter "Unterkünfte" gezeigten Hotels zeigen pro Etappenort ein Beispielhotel.
Alle Hotels sind gleichwertig, für Radfahrer sehr geeignet und befinden sich in einer guten Lage.
Sollten Sie die Reise individuell verlängern wollen (Vorprogramm in Toblach oder Verlängerung in Venedig), vermitteln wir Ihnen auf Wunsch auch gern ein Hotel Ihrer Wahl.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!
2 Wochen vor Reisebeginn (wenn noch Kapazitäten Hotels und Leihräder)
ab 1 Person
Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die uns zu dieser Reise besonders häufig erreichen.
Weitere Fragen? Allgemeine Fragen rund um Ihre Reise mit Reallatino Tours beantworten wir in unseren Reallatino Tours – Fragen und Antworten.