Reiseinformationen für Malwinen

Die geografisch zu Südamerika gehörenden Malwinen liegen ca. 600 bis 800 km östlich von Südargentinien und Feuerland entfernt. Sie werden sowohl von Argentinien als auch von Groß-Britanien ("Falkland-Inseln") beansprucht. Von April bis Juni 1982 führten die Spannungen zum so genannten "Falkland-Krieg".

Die Inselgruppe mit ihren rund 200 Insel ist ein eher isoliertes Stück Erde … mit einer weltweit einzigartigen Tierwelt. Das macht sie zu einem beliebten Zwischenziel einiger Kreuzfahrten.  In den Gewässern der Malwinen lassen sich seltene Pinguinarten, Wale und Delfine sowie Seelöwen und Albatrosse beobachten. Landschaftlich werden die Malwinen von stark zerklüfteten Küsten mit vielen hübschen Naturhäfen, Fjorden und von durch Eis geformte Seen geprägt. Die nördlichen Regionen der beiden wichtigsten und größten Inseln – Westfalkland und Ostfalkland – sind außerdem jeweils von Hügelketten bedeckt. Auf Ostfalkland befindet sich dann auch die Hauptstadt der Inselgruppe: Stanley, mit der interessanten Mischung aus südamerikanischem Flair und einem teils nicht zu übersehenden viktorianischen Einfluss. Als weitere Stadt der ansonsten von Natur dominierten Inseln ist Port Howard zu nennen, das nicht zuletzt Berthas Beach wegen bekannt ist – ein weißer Sandstrand, von dem aus man einen traumhaften Ausblick auf den Südpazifik hat. Und damit ein Blick gen Südseeklima, denn ist es auf den Falklandinsel klimatisch primär kalt, windig und regenreich (mit etwa 200 Regentagen im Jahr). Doch werden von Dezember bis Februar, den Sommermonaten, immerhin annähernd 20°C erreicht.

 

Die Temperaturen auf den Malwinen fallen selten unter 0°C, denn sie sind vom Golfstrom beeinflusst. Insgesamt wird das Klima jedoch als kühl und regnerisch empfunden. Zudem herrscht oftmal Wind. In der Zeit, wenn die Inseln Teil einer Antarktis-Kreuzfahrt sind, ist das Klima dagegen recht angenehm. Diese Reisemonate haben wir grün markiert.
Klimatabelle von Port Stanley
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez  
13 13 12 10 7 5 5 6 7 10 12 13 Tag
5 5 5 -3 -4 -5 -5 -5 -5 -4 -2 -1 Nacht
X X X X X X Kreuzfahrtsaison

1501
Möglicher Weise wird die Inselgruppe erstmals gesichtet (von Amerigo Vespucci).
1592

Erste gesicherte Sichtung der Inselgruppe durch den Engländer John Davis.
1690

Unter John Strong werden die unbewohnten Inseln erstmals betreten Er gibt der Meerenge zwischen beiden Hauptinseln den Namen "Falkland Channel", zu Ehren des britischen Politikers Viscount Falkland. Der Name „Falkland-Inseln" hat seinen Ursprung.
5. April 1764

Am Berkely Sound auf Ostfalkland entsteht mit Port Louis die erste Siedlung durch Franzosen (unter Louis de Boungainville), die aus Canada vertrieben wurden.
Die Franzosen nennen die Inselgruppe aus Bezug zur franz. Hafenstadt Saint Malo „Iles Malouines", womit auch der Name „Malwinen" seinen Ursprung gefunden hat.
1765

Die Briten unter John Byron gelangen in die Bucht Port Egmont und nehmen Westfalkland in Besitz.
1766

Auf Saunders Island (nordwestlich von Westfalkland) errichten die Briten mit Port Egmont ihren ersten Stützpunkt, um von hieraus die Seewege in der Region zu kontrollieren.
1766

Die Inseln werden von Frankreich an Spanien verkauft.
1767

Am 1. April werden die Inseln auch offiziell an Spanien übergeben. Der Name „Iles Malouines" wurde mit „Islas Malvinas" ins Spanische übernommen. Aus Port Louis wird Puerto Soledad.
1769

Da auch Spanien Interesse an den strategisch günstig gelegenen Inseln hat, kommt es zum Konflikt zwischen Spanien und England.
Mai 1770

Der spanische Gouverneur in Buenos Aires schickt fünf Fregatten nach Port Egmont und vertreibt die unterlegenen Briten.
1771

Nach Verhandlungen der damaligen Großmächte Spanien, Frankreich und Großbritannien durften die Briten nach Port Egmont zurückkehren.
1774

Die Briten verlassen Port Egmont aus wirtschaftlichen Gründen, erheben aber weiterhin Anspruch darauf.
1811

Nach dem Sieg der argentinischen Mai-Revolution (25.Mai 1810) müssen die Spanier die Inseln in Südamerika räumen. Die Inseln sind nun beinahe unbewohnt.
1816

Das Vizekönigreich Rio de la Plata betrachtet sich als Rechtsnachfolger und begründet so seine Gebietsansprüche auf die Islas Malvinas.
1819-1820

Der britische Seefahrer und Robbenjäger James Weddell überwintert auf Falkland.

1820

Argentinien beginnt mit Bemühungen, die Inseln durch Besiedlungen zu sichern.
1826
Der Hamburger Kaufmann Luis Vernet (Franzose mit US Pass) erwirbt die Rechte für Jagd und Fischfang auf den Malwinen.
1828
Vernet gründet eine Siedlung.
1829
Vernet wird von Buenos Aires aus zum Inselkommandant ernannt.
5. Februar 1830
Malvina Vernet wird als erste argentinische Frau auf der Insel geboren.
1831
In Port Louis leben etwa 100 Personen (Familien aus Deutschland, Groß-Britannien und Holland)
1831
Es kommt zum Konflikt zwischen Vernet und nordamerikanischen Walfängern, welche die exklusiv erworbenen Fischfang- und Jagdrechte Vernets nicht anerkennen. In Folge greift die US-Armee die Siedlung Vernets an, zerstört Puerto Soledad und erklären die Inseln zum Niemandsland.
1832
Die Briten kehren nach Port Egmont zurück.
2. Januar 1833
Das britische Kriegsschiff „Clio" erreicht den Hafen von Puerto Louis und fordert die Argentinier auf, die argentinische Flagge einzuholen und die Inseln zu verlassen.
5. Januar 1833
Die Argentinier verlassen die Malvinen, welche nun von Großbritannien in Besitz genommen werden.
1837
Großbritannien richtet eine Kolonialverwaltung ein.
1843
Besiedlung von Port Stanley
Juli 1845
Port Stanley wird Hauptstadt und löst damit Port Louis ab.
1886
Ein durch intensiven Torf-Abbau erfolgter Erdrutsch führt zu größeren Zerstörungen in Port Stanley (u.a. wird dabei auch die Kirche zerstört).
1890-1892
Bau der Christ Church Cathedral an Stelle der zerstörten Kirche.
Um 1900
In Port Stanley wird ein Stützpunkt der Flotte errichtet. Schafszüchter lassen sich nieder.
8. Dezember 1914
Während des 1. Weltkrieges wird das deutsche Ostasiengeschwader in einem Seegefecht vor den Falklandinseln fast komplett vernichtet.
1965
Die UNO drängt auf eine friedliche Lösung des Falklandkonfliktes zwischen Großbritannien und Argentinien.
1971
Großbritannien und Argentinien vereinbaren eine Zusammenarbeit, welche die gemeinsame Nutzung von Krankenhäusern und Schulen regelt.
In der Folgezeit nimmt die wirtschaftliche und strategische Bedeutung der Falklandinseln zu (hohe Vorkommen fossiler Brennstoffe, strategisch wichtige Lage um Gebietsansprüche in der Antarktis geltend zu machen).
1979
Eröffnung des Flughafens Port Stanley
02.April 1982
Argentinien (unter General Galtieri) besetzt Port Stanley. Es kommt zu ersten Kämpfen, Todesopfern und Gefangennahmen. Die wenigen britischen Soldaten können den Ort nicht verteidigen und so fällt Port Stanley als „Puerto Argentino" in argentinische Hand.
01.Mai 1982
Großbritannien (unter Thatcher) beginnt mit der Rückeroberung der Falkland-Inseln. Der Falkland Krieg hat damit begonnen.
02. Mai 1982
Briten versenken den argentinischen Kreuzer „Belgrano" durch Torpedos eines ihrer U-Boote. Dabei sterben 323 der 1093 argentinische Matrosen. Ein unnötiger Akt, da es bereits positiv gestimmte Friedensverhandlungen gibt. Zudem hatte sich die „Belgrano" nicht in der Abschusszone befunden.
21. Mai 1982
Britische Truppen gelangen in der San Carlos Bucht (Nordwesten von Ostfalkland) an Land.
Bei den folgenden Kampfhandlungen gibt es Todesopfer auf beiden Seiten. Beide Seiten erleiden auch den Verlust von mehreren Fluggeräten und Schiffen. Chile gewährt Großbritannien logistische Hilfe.
25.Mai 1982
Argentinien plant den entscheidenden Angriff gegen die beiden britischen Flugzeugträger „Hermes" und „Invincible".
Dabei wird der Zerstörer „Coventry" versenkt und die Fregatte „Broadsworld" beschädigt.
Dass Argentinien den Briten so schwere Schäden zufügen konnte, lag daran, dass sie über modernste französische Waffen verfügten.
27. Mai 1982
Es kommt zum entscheidenden Kampf um die Landenge Darwin / Goose Green, bei denen 17 britische und 50 argentinische Soldaten fallen.
29. Mai 1982
Der argentinische Kommandant in Goose Green kapituliert.
11.-13. Juni 1982
Es kommt zum entscheidenden Kampf um Port Stanley, in dessen Folge Argentinien seine letzte wichtige Stellung und damit auch den Falklandkrieg verliert.
14. Juni 1982
Beide Seiten vereinbaren einen Waffenstillstand.
18. Juni 1982
Der argentinische Diktatur Galtieri tritt zurück. Damit hat der Falklandkrieg ein gutes Ende, denn er führt zum Ende der Schreckensherrschaft der argentinischen Militärjunta, die zahlreiche Menschen ermorden ließ.
20. Juni 1982
Offizielles Ende des Krieges, nachdem Großbritannien auch die südlichen Sandwichinseln erobert hat. Im Falklandkrieg kamen 253 Briten und 655 Argentinier ums Leben.
9. Dezember 1983
Als Folge der Niederlage des Falklandkrieges und des damit verbundenen Rücktritts von Galtieri findet Argentinien ab heute in die Demokratie zurück.
1990
Acht Jahre nach Ende des Falkland-Krieges werden die Verhandlungen zwischen Argentinien und Großbritannien wieder aufgenommen. Beide Seiten erheben Anspruch auf Malvinen.
2010
Großbritannien führt Ölbohrungen im Bereich der Falklandinseln durch. Argentinien verschärft deshalb die Kontrolle der Schifffahrtsbewegungen in der Region.
2012
Port Stanley hat 2.121 Einwohner.
März 2013
Per Referendum werden die Einwohner der Inseln zur Abstimmung um den Verbleib der Falklandinseln gebeten. Dabei sprechen sich 99,8 der Einwohner für einen Verbleib bei Großbritannien aus.
2016
Port Stanley hat 2.460 Einwohner.

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