Halbtagesexkursion in die Tatacoa-Wüste

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Die Tatacoa-Wüste präsentiert sich mit einem einzigartigen Ökosystem in Kolumbien und ist daher ein beliebtes Ausflugsziel für Reisen in das vielfältige Land. Sie befindet sich östlich des Río Magdalena, etwa 40 km nördlich der Provinzhauptstadt Neiva und verteilt sich auf 330 km². Im Vergleich zu dem fruchtbaren Magdalena-Tal (mit seinen zahlreichen Reis-, Obst- und Gemüsekulturen) bietet Tatacoa einen großen Kontrast und begeistert die Reisenden mit bizarren Felsformationen, bis zu 20 m tiefe und stark erodierte Canyons sowie teilweise labyrinthischen Landschaften. Dazu herrscht in der ocker- und graufarbigen Mondlandschaft ein klares und trockenes Wetter mit einer durchschnittlichen Temperatur von über 28 Grad (zur Mittagszeit bis zu 50 °C möglich). Die Tatacoa-Wüste verdankt seine Entstehung der besonderen Lage zwischen zwei Gebirgszügen. Dadurch ist sie sozusagen doppelt im Regenschatten und bleibt auch in der Regenzeit niederschlagsarm. Zudem sorgen die hohen Temperaturen für eine starke Verdunstung, wodurch ein arides Klima entsteht. Aus diesem Grund finden sich hier auch nur Pflanzen und Tiere, die sich ideal auf die vorherrschenden Bedingungen angepasst haben (bspw. mit bis zu 30 m tiefen Wurzeln). Dazu zählen unteranderem verschiedene Kaktusarten, wie die „Cabeza negra“, eine Kaktusart mit knallroten, schottenartigen Früchten. Die Tierwelt ist unter anderem mit Schildkröten, Nagern, Schlangen, Spinnen, Skorpionen, Eidechsen, Wieseln und Ozelots sowie einigen Vogelarten vertreten. Eigentlich ist die Tatacoa-Wüste sogar eine Trockensavanne, da sie in der Tertiärzeit einem Garten aus tausenden Blumen und Bäumen glich. Erst durch das trockene Klima veränderte sich die Landschaft. Dies erklärt auch die reichen Vorkommen an Fossilien in dieser Region. Der Name Tatacoa oder auch Yaracará selbst stammt von einer ursprünglich in der Wüste heimischen Schlangenart (der Klapperschlange).

Auf dieser halbtägigen Tour fahren Sie von dem naheliegenden Savannenstädtchen Villavieja nur 10 Minuten bis in die beliebte Tatacoa-Wüste. In dieser besuchen Sie unter anderem den “Bosque del Cardón“, ein kleiner Kaktuswald mit hohen, kerzenhalterartigen Candelabokakteen, Arepokakteen und den Melonenkakteen („Cabeza negra“). Ebenfalls haben Sie die Möglichkeit die verwirrende Landschaft roter, rundlicher Felsformationen im „Laberinto del Cusco“ zu entdecken. Der Höhepunkt dieser Tour wird der Besuch des 2001 errichteten Observatorio astronómico sein. Die Sternenwarte ist in der Tatacoa Wüste ideal gelegen. Zum Einen befindet man sich nur ca. 3° nördlich des Äquators, wodurch sich hier der Sternenhimmel der nördlichen aber auch der südlichen Hemisphäre erstreckt. Zum Anderen sorgt die hier nicht vorherschende Luft- und Geräuschverschmutzung für eine klare Sicht in den Nachthimmel. Auf der interessanten Tour durch das Observatorium erfahren Sie dabei mehr über die hier zu sehenden 88 Sternenkonstelationen sowie den Lebenszyklus eines Sternes. Gegenüber der Sternenwarte befindet sich zudem ein kleiner Aussichtspunkt für einen wunderschönen Sonnenuntergang. Weiterhin können Sie auch das Museo Paleontologico Villa Vieja besichtigen.