Besuch der ehemaligen Jesuitenmission San Ignacio Mini

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Dieser Tagesausflug führt zur ehemaligen Jesuitenstation San Ignazio, die 65 km nordöstlich von Posadas liegt und zum UNESCO- Weltkulturerbe zählt. San Ignazio im Jahre 1696 von den Jesuiten und den Guaraní gegründet. Die Indianer fanden hier vor allem Schutz, bis die Jesuiten im Jahre 1767 ausgewiesen wurden. Siebzehn Jahre später lebten nur noch 176 Indianer hier und 1810 war die Siedlung völlig verlassen. 1817 wurde sie endgültig zerstört und mehr als hundert Jahre überwucherte dann der Urwald das Gelände.
Die Tour von Posadas nach San Ignacio Miní verbindet somit Geschichte, Natur und das besondere Flair der Provinz Misiones zu einem stimmigen Tageserlebnis. Die Anreise erfolgt durch die sanft hügelige, rot schimmernde Landschaft, die für die Provinz Misiones so typisch ist. Sie vermittelt einen Eindruck vom ländlichen Alltag der Region, vorbei an Mate Plantagen, kleinen Dörfern und üppiger Vegetation.

In San Ignacio angekommen, öffnet sich das Gelände der ehemaligen Jesuitenreduktion wie ein stiller Zeuge einer außergewöhnlichen Epoche. Die Ruinen aus rotem Sandstein wirken zugleich monumental und harmonisch eingebettet in die Natur. Beim Rundgang durch die Anlage - vorbei an den Überresten der Kirche, den Wohnbereichen der Guaraní, Werkstätten und dem zentralen Platz - entsteht ein lebendiges Bild davon, wie Jesuiten und Guaraní hier im 17. und 18. Jahrhundert zusammenlebten. Die Mischung aus spiritueller Mission, gemeinschaftlicher Organisation und handwerklicher Blüte macht San Ignacio Miní zu einem der eindrucksvollsten historischen Orte Argentiniens.
Nach dem Besuch bleibt meist Zeit für ein Mittagessen im Ort oder einen kurzen Abstecher zu weiteren Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, etwa dem kleinen Museum oder dem Ufer des Río Paraná. Am Nachmittag führt die Rückfahrt nach Posadas erneut durch die grüne Landschaft, bevor man am frühen Abend in Posadas zurück ist.

 


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