In San Ignacio angekommen, öffnet sich das Gelände der ehemaligen Jesuitenreduktion wie ein stiller Zeuge einer außergewöhnlichen Epoche. Die Ruinen aus rotem Sandstein wirken zugleich monumental und harmonisch eingebettet in die Natur. Beim Rundgang durch die Anlage - vorbei an den Überresten der Kirche, den Wohnbereichen der Guaraní, Werkstätten und dem zentralen Platz - entsteht ein lebendiges Bild davon, wie Jesuiten und Guaraní hier im 17. und 18. Jahrhundert zusammenlebten. Die Mischung aus spiritueller Mission, gemeinschaftlicher Organisation und handwerklicher Blüte macht San Ignacio Miní zu einem der eindrucksvollsten historischen Orte Argentiniens.
Nach dem Besuch bleibt meist Zeit für ein Mittagessen im Ort oder einen kurzen Abstecher zu weiteren Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, etwa dem kleinen Museum oder dem Ufer des Río Paraná. Am Nachmittag führt die Rückfahrt nach Posadas erneut durch die grüne Landschaft, bevor man am frühen Abend in Posadas zurück ist.