Besuch der Mine Chuquicamata

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Chuquicamata befindet sich in einer Höhe von 2850 m.ü.d.M. etwa 15 km außerhalb von Calama und ist die größte Kupfermine der Welt. Einst war Chuquicamata eine Kleinstadt, doch wurden die Bewohner wegen des Kupferabbaus 2004 umgesiedelt und leben heute im eigens für sie errichteten Wohnviertel in Calama.
Chuquicamata stammt aus der Sprache der Aymara, den ersten Einwohnern dieser Region. Übersetzt heißt es "Heimat der Chucos" (Ureinwohner der Region). Die reichen Kupfervorkommen wurden erst nach dem Salpeterkrieg (1879-1884) entdeckt, den Chile gegen Bolivien und Peru führte.
Calama und Chuquicamata gehörten vorher zu Bolivien.
Die Kupfermine wurde 1912 durch die US-Firma Guggenheim Bros. in Besitz genommen. 1915 begann die Kupferproduktion. 1923 übertrug Guggenheim Bros. die Mine an die Anaconda Copper Mining Company (ebenfalls USA). Mit der Verfassungsreform 1971 wurde die Kupferproduktion durch die Regierung von Salvador Allende verstaatlicht und seitdem gehört die Mine dem chilenischen Staatsunternehmen Codelco (Corporacíon Nacional del Cobre de Chile).

Täglich werden aus ca. 180.000 Tonnen Gestein mit einem Kupfergehalt von 1,5 % bis zu 2500 Tonnen hochprozentiges Kupfer gewonnen (2007) und auf langen Eisenbahnzügen über Calama in den Hafen nach Antofagasta gebracht. Von Antofagasta aus wird es z.Z. hauptsächlich nach China verschifft. Chile verfügt über 40% des Weltvorkommens an Kupfer und verdankt dem Erz einem Großteil des Nationaleinkommens.

Der Tagebau ist etwa 4,3 km lang, 3 km breit und fast 1000 Meter tief.