Ganztagesexkursion Nationalpark Chiloé

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Der Ganztagesausflug in den Nationalpark Chiloé beginnt mit der Fahrt in den Süden von Castro, zu der Gemeinde Chonchi. Dieser Ort war anfangs nur eine Missionsstation der Jesuiten, die sich in einem kleinen Dorf der indigenen Huilliche-Indianer niedergelassen haben. 1767 wurde dann die Stadt gegründet und entwickelte sich durch die aufblühende Forstwirtschaft prächtig. Die hölzernen Wohnbauten der damaligen wohlhabenden Patrizier sind noch heute repräsentativ für Chonchi. Die Hauptattraktion der Stadt bleibt jedoch die Kirche San Carlos de Borromeo. Sie gehört zu den 16 Holzkirchen Chiloés, die im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Beim Bau wurde dabei kein Metall verwendet, sondern meist Lärche und vor allem das Holz der Südbuche, da dieses bei dem feuchten Klima nicht fault. In Chonchi wurde weiterhin Manuel Jesús Andrade Bórquez geboren, der Komponist der chilenischen Nationalhymne. Im Anschluss an den kleinen Ort führt die Fahrt westlich durch die Landschaft Chiloés, mit seinen vielen kleinen Farmen und den freilaufenden Tieren im Feld. An der Küste können die Besucher einen Blick auf den Huillinco See werfen, welcher in den Pazifik mündet, bevor es nach Cucao geht. Dieser Ort liegt direkt an dem langen Strand Playa Cucao und an vielen Dünen. Ebenfalls befindet sich hier der Eingang in den Nationalpark Chiloé, welcher 1983 gegründet wurde. Der Nationalpark hat eine größe von ungefähr 430 km² und bietet eine schöne Landschaft mit bis zu 800 m hohen Bergen, bezaubernden Seen und vielläufigen Flüssen. Im Inneren der Parks befinden sich auch große Kiefernwälder und die Tepü, eine chilenische Baumart mit einer Wuchshöhe von bis zu sieben Metern. Von diesen hat auch der Wanderpfad „El Tepual Trail“ seinen Namen. Die Wanderung im Park dauert ungefähr eine Stunde und mit etwas Glück sieht man auch verschiedene Tiere der über 100 Tierarten die hier leben. Die größte Tierwelt besteht dabei hauptsächlich aus Vögeln und Meeressäugetieren. Jedoch beherbergt der Nationalpark auch den Pudu, einer der kleinsten Hirsche der Erde sowie den vom Aussterben bedrohten Chiloé-Fuchs. Ebenfalls finden sich in dem Park auch noch zwei Siedlungen der indigenen Huilliche-Indianern. Weiterhin eignet sich die Region nicht nur gut zum wandern, sondern auch zum Reiten. Im Anschluss an die Wanderung im Nationalpark geht es wieder zurück nach Castro.