Reiseziel Region Los Lagos
Reiseinformationen für Region Los Lagos
| Die Región de Los Lagos im Süden Chiles ist eine der landschaftlich eindrucksvollsten Gegenden des Landes. Sie verbindet tiefblaue Seen, dichte Urwälder und markante Vulkankegel zu einer Szenerie, die fast unwirklich wirkt. Die Region de Los Lagos – die chilenische Seenregion – erstreckt sich über die Provinzen Osorno, Llanquihue, Chiloé und Palena. Charakteristisch sind ihre klaren Seen wie der Lago Llanquihue und der smaragdgrüne Lago Todos los Santos, die von schneebedeckten Vulkanen wie Osorno, Calbuco und Puyehue eingerahmt werden. Über 200 Flüsse durchziehen die üppigen, regenreichen Wälder, in denen jahrtausendealte Alerce-Bäume wachsen. Die Region ist ein Paradies für Naturliebhaber: Wandern, Kajakfahren, Vulkanbesteigungen und Bootsfahrten gehören zu den beliebtesten Aktivitäten. Wichtige Ausgangspunkte für Reisen sind die Hafenstadt Puerto Montt und das charmante Puerto Varas. Von hier beginnt auch der nördliche Abschnitt der berühmten Carretera Austral, die durch spektakuläre Nationalparks wie den Pumalín-Douglas-Tompkins-Nationalpark und den Nationalpark Vicente Pérez Rosales führt. Auch kulturell hat die Region viel zu bieten: Die Insel Chiloé ist bekannt für ihre Holzkirchen, Mythen und traditionelle Architektur. |
Ideal: 3-5 Tage Natur Landschaft Mietwagenreise Wandern |
Ein Großteil der Vegetation ist Valdivianischer Regenwald und auf ausreichende Niederschäge angewiesen. Beste Reisezeit ist zwischen September und April, wenn die Temperaturen tagsüber angenehm sind und es nicht so oft regnet.
| Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 17 | 17 | 15 | 12 | 9 | 7 | 6 | 7 | 9 | 12 | 14 | 15 | Tag |
| 9 | 9 | 8 | 6 | 4 | 2 | 2 | 2 | 2 | 4 | 5 | 8 | Nacht |
| 12 | 9 | 12 | 13 | 15 | 16 | 16 | 17 | 15 | 15 | 13 | 13 | Regentage |
| Reiseziel | Entfernung | Hinweise | |
|---|---|---|---|
| CARRETERA AUSTRAL | |||
| Puerto Montt- Hornopirén | 105 km | 2 h 10 | Fähre zwischen Arena und Puelche (alle 30 min.) |
| Hornopirén-Caleta Gonzalo | 78 km | 5 h | 2 Fähren (Hornopirén- Leptepu, Fiordo Lago- Caleta Gonzalo, 2x täglich) |
| Caleta Gonzalo- Chaitén | 57 km | 1 h 10 | Schlechte Straße |
| Chaitén- Puerto Cardenas | 44 km | 35 min | Gute Straße |
| Puerto Cardenas- La Junta (Aysén) | 100 km | 1 h 20 | Gute Straße |
| Puerto Montt- La Junta (Aysén) | 382 km | 10 h | Carretera Austral Region Los Lagos |
| AB PUERTO MONTT | |||
| Puerto Montt- Puerto Varas | 22 km | 25 min | |
| Puerto Montt- Frutillar | 45 km | 38 min | |
| Puerto Montt- Chacao | 68 km | 1 h 25 | |
| Puerto Montt- Peulla | 110 km | 3 h | Fähre zwischen Petrohué und Peulla (nur Fahrräder) |
| Puerto Montt- Castro | 173 km | 3 h | Fähre zwischen Pargua und Chacao (alle 30 min) |
| Reiseziel | Art | Entfernung | Zeit | Hinweise |
|---|---|---|---|---|
| Balmaceda | Direktflug | 510 km | 1 h 10 | |
| CA1: Arena-Puelche | Fähre / Schiff | 6,2 km | 30-45 min. | alle 30 min., ohne Vorreservierung |
| CA2: Hornopirén-Leptepú | Fähre / Schiff | 58 km | 3 h 30 | 2x täglich, in Hochsaison vorreservieren |
| CA3: Fiordo Lago-Caleta Gonzalo | Fähre / Schiff | 6,8 km | 30 min. | 2. Teilstrecke der Verbindung Hornopirén-Caleta Gonzalo |
| Chaitén | Linienbus | 240 km | 6 h | mit drei Fähren (über Hornopirén und Caleta Gonzalo) |
| Chaitén | Fähre / Schiff | 173 km | 9 h | |
| Llanquihue | Zug | 27,4 km | 30-40 min. | über Alerce und Puerto Varas (nur Mo-Fr) |
| Puerto Natales | Direktflug | 1.150 km | 2 h | |
| Punta Arenas | Direktflug | 1.300 km | 2 h 10 | |
| Santiago de Chile | Direktflug | 1.240 km | 2 h 10 |
Der Río Blanco ist wichtigster Fluß. Größter See: Lago General Pino Concha (4,75 km²)
Im Nationalpark befinden sich die Vulkane Yates (2.187 m) und Hornopirén (1.572 m).
Der NP Hornopirén gehört zum Bioshärenreservat "Bosques Templados Lluviosos" der südlichen Andenregion.
Der Nationalparl befindet sich östlich vom gleichnamigen Ort.
Die Reserva Nacional Futaleufú gehört zum Bioshärenreservat "Bosques Templados Lluviosos" der südlichen Andenregion.
Das Schutzgebiet befindet sich südlich des Ortes Futaleufú und erstreckt sich bis zur Grenze nach Argentinien.
Jäger und Sammler leben bereits in der Region. Der Fundort "Monte Verde" (östlich von Puerto Montt) gilt als ältester Fundort menschlicher Siedlungsspuren ganz Amerikas.
Um 1500
Die Gegend wird von den Mapuche bewohnt. Die ältesten Alerce-Bäume im heutigen Pumalín-Park existieren bereits.
1552
Der Konquistador Pedro de Valdivia erreicht den Llanquique See.
Die Spanier versuchen in der Folgezeit, die Region zu erobern, werden aber immer wieder von den Mapuche besiegt. Lediglich die Insel Chiloé kann lange von den Spaniern behauptet werden.
Um 1600
Im Gebiet der heutigen Stadt Puerto Montt befindet sich eine Siedlung der Huilliche.
1603
Die Huilliche zerstören die spanische Kolonie in Osorno.
Um 1610
Beginn der Vertreibung, Versklavung und Tötung der hier einheimischen Mapuche durch die spanischen Eroberer
1788
Die Siedlung Osorno wird bei einem Angriff der Mapuche erneut zerstört.
1846
Beginn der Besiedelung durch deutsche Einwanderer (über 6000 Familien!), die vom damaligen Präsidenten Manuel Montt Torres gefördert wird.
1852
Letzter Ausbruch des Vulkans Osorno
12. Februar 1853
Gründung der Siedlung "Melipulli" durch Vicente Pérez Rosales.
23.11.1856
Gründung von Frutillar durch deutsche Einwanderer
22.10.1861
Melipulli wird zur Stadt erklärt und in Puerto Montt umgenannt.
1870
Der Andenpass der von Chile nach Argentinien über Peulla führt, ist bereits bekannt
1875
Osorno hat 1895 Einwohner, überwiegend Deutsche.
Ende des 19. Jahrhunderts
Die Firma "La Chile Argentina" öffnet die Strecke über die Anden von Puerto Varas in ein Gebiet, welches "La Patagonia Argentina" heisst. Es handelt sich um eine Handelsverbindung bei der vorwiegend Schafswolle von Patagonien zum Hafen nach Puerto Montt und weiter nach Europa transportiert wird. Auf dem Landwege kommen Pferde und Esel zum Einsatz.
1885
Puerto Montt hat 3480 Einwohner.
1898
Errichtung eines Gästehauses in Peulla
1903
Die chilenische Armee schickt Boote zum Río Yelcho, um die unbekannte Region zu erforschen.
1905
Die ersten Bereiche um Chaitén werden besiedelt.
1907
Der Schweizer Ricardo Roth führt eine Gruppe von 7 Reisenden nach Peulla. Dies waren die ersten Touristen, die nach Peulla kamen. Er trifft Francisco Moreno ("Perito Moreno") und beide wollen die Natur unter Schutz stellen.
1913
Die Firma "La Chile Argentina" wird an Ricardo Roth verkauft und er verwandelt die Transportfirma in ein touristisches Unternehmen, da die Nachfrage nach Wolle eingebrochen war. Das Gästehaus in Peulla wird umgebaut und fungiert nun als "Hotel Peulla". Ricardo Roth gilt als Pionier des Tourismus nach Peulla.
23.11.1913
Inbetriebnahme der Zugverbindung von Osorno nach Puerto Montt als letzte Teilstrecke der Verbindung Iquique-Puerto Montt
9. April 1929
Gründung von Futaleufú
1933
Gründung des Ortes Chaitén. Er besteht aus 30 Holzhäusern.
3.10.1939
Gründung des Ortes Hornopirén
22.05. 1960
Ein starkes Erdbeben (9,0 Richter-Skala), welches 15.10 Uhr auftritt, führt zu großen Schäden in der Region.
1961
Letze Eruption des Vulkans Calbuco
11.5.1963
Eröffnung des Flughafens Puerto Montt
1946-1973
Erste Arbeiten an einer Landstraße durch die Region.
1976
Beginn der Arbeiten an der Carretera. Die Regierung von Pinochet setzt dafür über 10.000 Soldaten ein. Das Projekt heisst "Carretera Pinochet". Der Bau der Straße erweist sich als große Herausforderung, denn in der Region gibt es viele Gletscher, Berge, Fjorde und Flüsse.
1986
Eröffnung der Carretera Austral
1988
Schaffung des Nationalparks Hornopirén
1991
Douglas Tompkins (US-Milliardär, Gründer von "The North Face" und "ESPRIT" kauft ein 17.000 ha großes Waldgebiet am Reñihué-Fjord mit der Idee, es unter Naturschutz zu stellen. Der Trust "The Conservation Land" fügt 280.000 ha hinzu um den Parque Pumalin zu schaffen.
2003
Der Ort Chaitén hat 3.300 Einwohner.
2006
Der private Park Pumalin wird vom chilenischen Staat zum Schutzgebiet erklärt.
02.05.2008
Beim Ausbruch des Vulkans Chaitén wird der gleichnamige Ort von Ascheregen und Schlammlawinen unbewohnbar gemacht und muss aufgegeben werden.
2009
Die Regierung beschließt, Chaitén aufzugeben und 10 km weiter nördlich neu zu errichten. Die Bewohner kehren aber nach und nach in das zerstörte Dorf zurück. 60.000 Mensche nutzen die Andenüberquerung "Cruce Andino" im Jahr. Die Fährverbindung von Hornopirén nach Caleta Gonzalo geht in Betrieb.
2011
Die Infrastruktur in Chaitén ist größtenteils wieder hergestellt. Es gibt wieder Hotels, Geschäfte und eine Bankfiliale.
2011
Die chilenische Regierung enteignet Teile des privaten Parkes Pumalin um die Carretera Austral durch den Park zu bauen.
2014
Die Länge der Carretera Austral beträgt 1.240 km. Sie reicht nun von Puerto Montt nach Villa O´Higgins.
2015
Ende April bricht der Vulkan Calbuco gleich mehrfach aus. Das Wandergebiet "Reserva Natural Llanquihue" und die Wasserfälle "Saltos de Petrohue" waren vom Ascheregen stark betroffen. Puerto Varas und Puerto Montt haben die Ausbrüche aber unbeschadet überstanden.
2017
Chaitén hat wieder über 5.000 Einwohner.
28.02.2018
Der Parque Pumalin wird zum Douglas Tomkings Nationalpark. Danke Douglas!
22.04.2025
Eröffnung der Zugverbindung von Llanquihue über Puerto Varas nach Puerto Montt
Region Los Lagos Reisen
Mietwagenreise Carretera Austral Nord- ab Puerto Montt
Mietwagenreise von Santiago nach Punta Arenas
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