Halbtagesausflug Archäologischer Park Tierradentro

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Der Halbtagesausflug zum „Parque Archeologico de Tierradentro“ bietet Ihnen genügend Zeit um die zweitwichtigste archäologische Fundstätte (nach San Agustín) des Landes genauer zu erkunden. Während San Agustín dabei durch seine Statuen bekannt ist, präsentiert sich Tierradentro mit kunstreichen, unterirdischen Grabstätten und ist somit ebenfalls einen Besuch wert.

Die Region rund um Tierradentro liegt in einer saftig grünen, zerklüfteten und schwer zugänglichen Landschaft Kolumbiens, etwa 125 km östlich von Popayan. Der 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannte Nationalpark lässt sich dabei ideal von dem kleinen Ort San Andrés de Pisimbalá besichtigen, dem heutigen Siedlungsgebiet der Páez-Indianer. Dieses Volk lebt hier schon seit Jahrhunderten von der Landwirtschaft, wird vermutlich aber nichts mit den Fundstätten zu tun haben. Von der Tierradentro-Kultur selbst ist nur wenig bekannt. Wahrscheinlich bestand diese aus zwei verschiedenen Kulturen, da die Gräber im 7. und 9. Jahrhundert entstanden, andere Funde wie Statuen aber 500 Jahre jünger sind. Insgesamt wurden in der Region bisher etwa 100 Gräber gefunden, wobei die größten auf einem schönen Rundweg (ca. 14 km) zu erkunden sind. Der archäologische Park Tierradentro besteht aus fünf Fundstätten in den Anhöhen rund um den Ort San Andres: vier davon haben unterirdische Schachtgräber, eine Anlage zeigt Skulpturen. Zudem finden sich hier zwei Museen (Museo Arqueológico und Museo Etnográfico). Alles zusammen ist in eine atemberaubende Berglandschaft eingebettet. Bei der Besichtigung der Schachtgräber (auch Hypogäum genannt) klettert man durch schmale Einstiegslöcher, über die ausgemeißelten Stufen, senkrecht in das Erdinnere. Dort findet sich ein Gewölbe mit einem Durchmesser von 2-7 m und nicht mehr als 2 m Höhe. Die ins Vulkangestein gehauenen Grabkammern besitzen eine Kuppel sowie die größeren Schächte mit Säulen gestützt werden. Auf den weißen Wänden verlaufen rote und schwarze Streifen zu verschiedenen anthropomorphen und zoomorphen Mustern zusammen sowie die Säulen mit kleinen Gesichtern verziert sind.

Auf Ihrer Besichtigung lernen Sie die wichtigsten Fundorte des Parks kennen. So erkunden Sie mit dem Alto de Segovia (1.650 m) die wohl wichtigste Grabstätte, mit etwa 30 Gräbern (darunter die größten und am schönsten dekorierten Grabkammern). Ebenfalls werden Sie zum Alto de Duende (1.700 m) laufen und zudem vom Alto de Aguacate (2.100 m) aus einen wunderschönen Panoramablick auf die Umgebung werfen.