Besuch der Schokoladenfabrik Paria

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Bevor man die Schokoladenfabrik in Río Caribe besucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass für Kakao der Halbinsel Paria wegen der hohen Qualität weltweit die höchsten Preise gezahlt werden. Nicht umsonst kaufen belgische Schokoladenhersteller und auch die Firma Lindt Kakao von hier. Der Besuch beginnt in der kleinen Kakaoplantage. Hier erfährt man einiges über den Kakaobaum. Er benötigt tropisches Klima mit Temperaturen über 16 °C. Wichtig ist seine Umgebung, vor allem aus zwei Gründen. Er benötigt Schatten und somit höhere Bäume in seiner unmittelbaren Nähe und er ist auf Fliegen angewiesen, die seine Blüten bestäuben. Deshalb wäre eine reine Kakaoplantage, die nur aus Kakaobäumen besteht, nicht möglich. Der Baum wird in freier Natur bis zu 15 Meter groß, in Plantagen wird er aber auf 2-4 Meter gekürzt. Direkt aus dem Stamm wachsen die Blüten, aus denen nach der Bestäubung Früchte werden (etwa 30-70 pro Baum). Die Früchte sind anfangs gelb. Wenn sie reif sind, haben sie eine dunkelrote Färbung. In der Frucht befinden sich etwa 20-50 Samen, in deren Fruchtfleisch sich die Kakaobohnen befinden. Diese sind etwa 1-2 cm groß. Ein Baum trägt zwei bis drei Mal im Jahr Früchte. Weltweit wird der Kakao in zwei Hauptgruppen eingeteilt (Criollos und Forasteros, Criollo ist die edelste Sorte). Anschließend kann man den etwa zehn Arbeitern der kleinen Fabrik bei der Arbeit zusehen. In der Fabrik wird aus den Kakaobohnen Schokolade hergestellt. Dafür werden die Kakaobohnen bei Temperaturen von 100-160 °C geröstet und dann werden im Mahlwerk die Schalenteile entfernt. Der Rest (Kakaobruch) wird gemahlen, wobei die Kakaobutter austritt. Dann wird Kakaopulver hergestellt und anschließend daraus Schokolade. Dieser Prozess ist sehr anspruchsvoll. Am Ende des Besuchs kann man das kleine Museum ansehen und im Laden die hier hergestellte Schokolade kaufen.

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