Aufstieg auf den Vulkan Villarica

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Der Vulkan Villarica befindet sich im gleichnamigen Nationalpark in der Region Araukanien, südlich von Pucón und hat eine Höhe von 2.847 m. Er gehört zu den aktivsten Vulkanen Chiles und ist seit gut 50 Jahren daueraktiv. In der Vergangenheit, seit dem erstmalig vorliegenden Bericht 1558 wurden etwa 50 Ausbrüche gezählt. Die jüngsten Ereignisse erfasste man 1971 und 1984, wobei sich bei dem erst genannten Schlammlawinen mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h und Lavafontänen mit bis zu 400 m Höhe bildeten. Der schneebedeckte Villarica ist ein Stratovulkan und hat zwei überlappende Caldere mit einem Durchmesser von sechs Kilometer. Der Krater am Gipfel hat einen Durchmesser von einen Kilometer, in dem die Lava tief im Förderschlot brodelt. Nachts ist es manchmal möglich den Dampf rot illuminiert zu sehen sowie man auch teilweise die Lava vom Kraterrand aus sehen kann.
 
Der Vulkan Villarica gehört zu den bekanntesten Touristenzielen des Landes und es bieten sich verschiedene Ausflüge rund um den Vulkan und in dem Nationalpark an. In den Sommermonaten kann man so auch einen geführten Aufstieg zu dem Rand des Kraters wagen. Auf Grund des Schnees und dem teilweisen vergletscherten Hängen ist der Aufstieg keinesfalls leicht und könnte als hochalpine Tour zählen. Jedoch ist die Tour auch für ungeübte Bergsteiger zu bewältigen. Neben einem Bergführer wird auf der Tour auch die Ausrüstung (Steigeisen wie Eispickel) gestellt.
 
Der Aufstieg zum Krater des Villaricas beginnt bereits im Morgengrauen mit der Fahrt zum Fuße des Vulkans. Danach folgt der lange Aufstieg von etwa vier bis sechs Stunden, über tlw. Schnee, Eis und Lavageröll. Jedoch ist der anstrengende Aufstieg lohnenswert. Von oben hat man bei guten Wetterverhältnissen eine fantastische Aussicht über die gesamte Region. Mit etwas Glück kann man sogar den 200 km entfernten Vulkan Osorno sehen. Der Höhepunkt jedoch ist der Blick in den Krater, mit seiner brodelnden Lava. Die Kraft unter seinen Füßen erweckt ein unglaubliches Gefühl. Nach etwa einer Stunde geht es dann wieder an den Abstieg. Hierbei können teilweise sogar Eiskanäle genutzt werden. Mit dem Eispickel abbremsend rutscht man so einige Meter den Berg herunter. Am Fuße angekommen kann man beim Transfer in das Hotel entspannen und Stolz behaupten den Vulkan Villarica gemeistert zu haben.

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