Exkursion Playa Bachas und Seymour Norte

Infos zum Reiseprogramm

Die Exkursion "Playa Bachas + Seymour Norte" beginnt ab Puerto Ayora mit der Fahrt von Süd nach Nord über die Insel Santa Cruz, bis zur Anlegestelle am Itabaca-Kanal. Hier werden die Schwimmwesten angelegt und im Schlauchboot geht es dann zur Ausflugsyacht, wo die maximal 16 Passagiere von der Crew empfangen werden.
Gleich danach beginnt die Fahrt in westliche Richtung. Am Sonnendeck kann man diese sehr gut genießen, nur sollte man die Äquatorsonne keinesfalls unterschätzen. Nach etwa 30 Minuten Fahrzeit wird der Bachas-Strand erreicht. Dieser wird mit einer Nasslandung betreten. Der Name "Bachas" stammt aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, als die US-Streitkräfte, die auf der gegenüberliegenden Insel Baltra stationiert waren, hier die zerstörten Barkassen (engl. "barge") hinterließen.
Nach der Anlandung kann man bereits Krabben und Meerechsen auf den Lavafelsen sehen. Etwa 500 Meter weiter befinden sich zwei Brackwasserlagunen, wo man Flamingos beobachten kann. Pelikane und Blaufußtölpel machen eindrucksvoll Jagd auf Fische, wenn Sie sich im Sturzflug von oben ins Meer stürzen. Mit etwas Glück kann man am Strand auch Meeresschildkröten sehen.
Bevor die Fahrt fortgesetzt wird, kann man hier baden oder schnorcheln. Mitunter sind unter den Badegästen sogar Seelöwen dabei. Wieder an Bord geht es dann vorbei an der Insel Baltra zur Insel Seymour Norte. Während der Fahrt wird an Bord ein leckeres Mittagessen serviert. Mitunter wird die Yacht auch von Delfinen begrüßt, die plötzlich in einer Gruppe auftauchen und das Boot ein Weilchen begleiten.
Die kleine, unbewohnte Insel Seymour Norte (1,9 km²) ist ein Lava-Plateau und liegt 1,5 km nördlich der Insel Baltra. Nach der Trockenlandung beginnt ein kleiner Rundweg über das Lavaplateau, was vorwiegend von Opuntien Palo Santo Bäumen bewachsen ist. Dabei lassen sich Meerechsen, rote Klippenkrabben, Landleguane, Gabelschwanzmöwen und Seelöwen beobachten. Hauptattraktion von Seymour Norte sind aber die Blaufußtölpel und Fregattvögel, die hier große Nistkolonien haben und sich sehr gut aus nächster Nähe beobachten lassen.
Fregattvögel (span. "fregata") heißen so, weil sie, ähnlich wie Fregatten die andere Schiffe kaperten, andere Vögel attackieren, um ihnen die Beute abzujagen. Meist jagen sie aber selbst oder plündern Nester anderer Vögel. Ihre Hauptbeute sind fliegende Fische.
Zu erkennen sind Fregattvögel in der Luft durch ihre markante W-Form. Die Flügelspannweite der Fregattvögel kann bis fast 2,50 Meter erreichen. Sie sind die perfekten Flieger, die unvorstellbar wendige Flugmanöver hinbekommen. Einige besondere Flugmerkmale, da sehr interessant:
Sie verbringen die meiste Zeit ihres Lebens in der Luft, wo sie auch schlafen (max. 6 Minuten pro Schlaf, wenn sie schlafen fliegen sie im Kreis). Sie können wochenlang in der Luft bleiben und am Tag 400 km zurücklegen. Innerhalb der Zirkulationswinde können Fregattvögel auf eine Höhe von maximal 4000 Meter steigen.
Die Männchen haben einen stark vergrößerten Kehlsack, der in der Brutzeit leuchtend rot gefärbt und zudem ballonförmig aufgeblasen wird. Mit diesem unübersehbaren Zeichen sollen die Weibchen zur Paarung angelockt werden.

Blaufußtölpel (span. "piquero de pata azul") heißen wegen ihrer blauen Füße so. Spektakulär sind ihre Jagd und das Balzverhalten.
Entdecken Sie beim Flug über dem Meer ein Beutetier, legen sie die Flügel an und tauchen wie ein Pfeil ins Wasser ein. Dabei beschleunigen sie den Sturzflug und tauchen dann bis zu 25 Meter tief ins Meer ein, wo sie im Tauchgang ihre Beute fangen. Die Jagd erfolgt nicht beim Eintauchen, wie man vermuten könnte, sondern beim Auftauchen.
Das komplizierte Balzverhalten hier detailliert zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen. Es ist aber sensationell, denn die Männchen stolzieren vor dem Nistplatz hin und her und zeigen dabei in einer speziellen Choreografie ihre blauen Füße. Neben der Choreografie ist auch der Grad der Blaufärbung entscheidend, denn Weibchen bevorzugen Männchen mit kräftig blau gefärbten Füßen.

Auf Seyour Norte gehen Sie durch die großen Nistkolonien der Fregattvögel und Blaufußtölpel, die Sie dabei aus nächster Nähe beobachten können. Diese Momente sind wirklich sehr eindrucksvoll.
Anschließend fahren Sie zum Ausgangspunkt der Schiffsreise zurück und mit dem Kleinbus geht es dann zurück ins Hotel in Puerto Ayora.