Reiseziel Medellín

Reiseinformationen für Medellín

Auf einen Blick: Medellín: Stadt im Wandel

Medellín erstreckt sich durch das ganze Aburrá-Tal der mittleren Andenkordillere und ist die Hauptstadt des Departamento de Antioquia im nordwestlichen Kolumbien. Die „Hauptstadt der Berge“ ist nach Bogotá die zweitgrößte Stadt Kolumbiens und zugleich auch die zweitgrößte Metropolregion des Landes.

Dank der guten Lage übersteigen die Temperaturen nur selten die 30 Grad und fallen auch nicht unter die 16 Grad. Durch dieses angenehme Klima mit einer etwaigen Jahresdurchschnittstemperatur von 22 Grad ist Medellín auch als „Stadt des ewigen Frühlings“ bekannt. 

Die beliebte Metropole ist sehr kontrastreich und zeigt zwei unterschiedliche Gesichter. Auf der einen Seite fanden sich hier Kriminalität, Arbeitslosigkeit und größer werdende Armenviertel mit zahlreichen Binnenflüchtlingen wieder.

Auf der anderen Seite jedoch zeigt sich Medellín als eine moderne, sehr innovative und weltstädtische Metropole. Sie gilt als Stadt der Schönen und Reichen, der Modedesigner und Schönheitschirurgen. Als geschäftiger Industrie- und Handelsstandort steht sie in Südamerika an erster Stelle in Bezug auf die Textilherstellung.

Weiterhin entwickelt sich hier immer mehr der Dienstleistungssektor. Zudem ist Medellín bekannt für seine Blumenproduktion, hauptsächlich von Orchideen. Zu Ehren dieses bedeutenden Wirtschaftszweigs wird seit 1957 jährlich die Feria de Flores, das Blumenfest, veranstaltet. Ebenfalls wartet die Metropole mit einigen bekannten Persönlichkeiten auf. Der berühmte Bildhauer Fernando Botero, von dem es ein interessantes Museum gibt sowie der Sänger Juanes stammen aus Medellin.

Diese verschiedenen zwei Gesichter kann man auch sehr gut an der Aufteilung der Stadt erkennen. Von Nord nach Süd spielt sich im Tal das moderne Leben ab. Hier befinden sich moderne Bürokomplexe, zahlreiche Einkaufszentren, Wolkenkratzer, touristische Attraktionen und vieles mehr.

Keilartig von Ost nach West dagegen finden sich auf den Berghängen die „Barrios“, übereinander gebaute Häuser, schmale Treppen und Trampelpfade der armen Bevölkerung. Um das Leben in den Barrios zu verbessern engagiert sich Medellín sehr mit zahlreichen Projekten. So werden immer mehr Schulen, Bibliotheken, Parks und Kultureinrichtungen errichtet sowie vor kurzem auch ein großes Begegnungszentrum eröffnet wurde.

Das Verkehrssystem wurde über Seilbahn- und Buslinien 1995 mit der einzigen Hochbahn Kolumbiens erweitert, welche die Umgebung nun sehr gut mit der Stadt verbindet. In der einst berüchtigten Comuna 13 erschließen eine Vielzahl von Rolltreppen das steil ansteigende Stadtviertel. Dank dieser zahlreichen Investitionen und Projekte zählt Medellín heute zu der sichersten Stadt Kolumbiens und gilt speziell für Reisende als sehr unkompliziert und modern.

Beste Reisezeit: Wann ist die beste Reisezeit für Medellín?

Medellín liegt in 1.479 Metern übder dem Meeresspiegel und wird gern als "Stadt des ewigen Frühlings" bezeichnet, weil die Temperaturen ganzjähig angenehm sind.
Die besten Reisemonate haben wir grün markiert. Medellín kann aber problemlos das gesamte Jahr über bereist werden.

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8 9 12 18 21 16 15 18 19 22 19 12   Regentage



Sehenswertes: Sehenswertes in Medellín


Medellín ist eine beliebte Metropole und zeigt sich sehr modern, grün und bunt. Medellin ist zudem berühmt für seine Graffiti-Kunst.

Das Verkehrssystem Medellins ist in ganz Kolumbien vorzeigefähig. Medellín verfügt neben Buslinien und Seilbahnen seit 1995 auch über die einzige Hochbahn Kolumbiens.


Seilbahnen erschliessen von den Metrostationen aus die abgelegenen Stadtviertel Medellins. Die Mobilitätskonzepte der Millionenstadt haben Vorbildfunktion in Sachen moderner Verkehrsinfrastruktur. 


In der einst berüchtigten "Comuna 13", einem von Gewalt gebeutelten Stadtviertel am Rande Medellin, erschliessen Rolltreppen die steilen Hänge des Viertels. Ein einmaliges Infrastrukturprojekt. 

Zu den wichtigsten Touristenmagneten der Stadt gehört zweifelsohne die „Plazuela de los Esculturas“ mit dem Museum von Fernando Botero. Auf diesem Platz sind zahlreiche Figuren des Künstlers ausgestellt. In dem Museum finden sich zudem viele Bilder und weitere Exponate über die korpulent aussehenden Menschen.


Der Palacio de la Cultura Rafael Uribe am Skulpturenpark von Fernando Botero.


Medellin, als Stadt des ewigen Frühlings, ist auch für seine Orchideen und Blumen bekannt. 


Wie kann es bei einer so bedeutenden Blumenproduktion auch anders sein, als das Medellín alljährlich die wundervolle „Feria de Flores“ austrägt. Bei dem einwöchigen Blumenfest, der spektakulärsten Veranstaltung der Stadt werden zahlreiche Blumen präsentiert. Höhepunkt ist das Desfile de Silleteros, ein Umzug bei dem bis zu 400 „Campesinos“ (Bauern) aus der Umgebung mit Blumen auf den Rücken durch die Straßen ziehen.
Bild: Procolombia 




Medellín ist auch ein guter Ausgangspunkt für schöne Tagesausflüge. Im Osten befindet sich so zum Beispiel der berühmte Piedra de Peñol. Hierbei handelt es sich um einen 220 m hohen Granitzuckerhut inmitten einer faszinierenden Seenlandschaft. Die umliegenden kleinen, malerischen Dörfer wie Guatapé verzaubern zudem von der typischen paisa-Kultur.
Bilder: Procolombia 




Ein weiterer Tagesausflug lohnt sich auch in das nordwestlich gelegene Santafé de Antioquia. Die ehemalige Provinzhauptstadt überzeugt mit seiner sehr gut erhaltenen Kolonialarchitektur, einem bezaubernden Flair und mit einer interessanten Geschichte. Ein Blick über die „Brücke des Westens“ vor den Toren der Stadt lohnt sich ebenfalls.
Bild: Procolombia 

Entfernungen: Entfernungen ab Medellín

Reiseziel
Entfernung Fahrtzeit
Santa Fe de Antioquia 57 km 1 h 20 min
Guatapé 83 km 1 h 50 min
Manizales (Kaffeedreieck) 195 km 4 h 50 min
Bucaramanga 390 km 7 h 10 min 
Bogotá 420 km 7 h 45 min 
Manizales (Kaffeedreieck)   640 km 12 h 15 min 

Verbindungen: Der Flughafen von Medellín

Internationaler Flughafen MEDELLIN
Name: "Aeropuerto Internacional José María Córdova"
IATA-Code: MDE
Entfernung vom Zentrum: 38 km

 Flughafen Medellin

Ausgewählte Direktflüge:

REISEZIEL ENTFERNUNG FLUGZEIT
Bogotá 240 km 45 min
Bucaramanga 290 km 50 min
Cali 330 km 50 min
Cartagena de Indias 460 km 1 h
Panama 630 km 1 h 20 min
San Andrés 970 km 1 h 50 min
Lima (Peru) 2.030 km 2 h 50 min
Madrid 8.040 km 10 h 

Stadtflughafen MEDELLIN
Name: "Aeropuerto Enrique Olaya Herrera"
IATA-Code: EOH
Entfernung vom Zentrum: 5 km

REISEZIEL ENTFERNUNG FLUGZEIT
Pereira 160 km 40 min
Armenia 190 km 40 min
Nuqui 200 km 40 min
Bahia Solano 200 km 40 min
Bucaramanga 290 km 50 min

Kurzgeschichte: Die Kurzgeschichte von Medellín

Um 1540
Ankunft der Spanier im Valle de Aburrá.
 
02.03.1616 
Gründung von „San Lorenzo de Aburrá“ am Ort des heutigen Stadtteils „El Poblado“. Viele Einwohner sind spanische Juden, die vor der Inquisition flüchteten. Das Land wird in selbstbewirtschaftete Haciendas aufgeteilt (im Gegensatz zur sonst vorherrschenden Sklaverei in der Plantagenkultur).
 
22.11.1674
Erste urkundliche Nennung von "Villa de Nuestra Señora de la Candelaria de Medellín“.
 
1776
Fertigstellung der Iglesia de la Candelaria als wichtigste Kirche der Stadt.
 
1826
Medellín wird  neue Provinzhauptstadt von Antioquia.
 
1870 
Medellín hat ca. 20.00 Einwohner
 
1881 
Gründung des wichtigsten Museums "Museo de Antioquia"
 
1900
In 30 Jahren hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt: 50.000 Einwohner
 
Anfang 20. Jahrhundert 
Rasanter Wachstum der Stadt. Hier spielen der Anschluss an das Eisenbahnsystem und der Boom der Kaffeeindustrie eine wichtige Rolle. Ein großer Teil des erwirtschafteten Profits wird in die Textilindustrie reinvestiert, was die Entwicklung Medellins hin zu einer großen Metropole begünstigte.
 
1930
Errichtung der Casa de la Cultura Rafael Uribe, dem Sitz der Provinzregierung.
 
19. April 1932 
Fernando Botero wird in Medellín geboren. 
 
1950 
Die Einwohnerzahl beträgt nun bereits 350.000 
 
1950
Entwicklung und spätere Durchführung des „Plan Piloto de Medellín“, einem Modernisierungs- und Umgestaltungsplan (bspw. für den Kanal in der Stadt).
 
24.08.1968
Auf der 2. Generalversammlung des Lateinamerikanischen Episkopats (Bischofsversammlung) vollzieht die katholische Kirche des Subkontinents eine Wende und bekennt sich zur „Option für die Armen“.
 
1972
Eröffnung des Botanischen Gartens von Medellin
 
1973
Medellín hat ca. 1.071.000 Einwohner

1973
Beginn des Kokainhandels und langsame Errichtung des Medellín-Drogenkartells
 
1980er
Gewaltherrschaft des Medellín-Kartells unter Pablo Escobar. Medellín wird zum Zentrum des weltweiten Kokainhandels. Es werden über 30 Journalisten, 50 Richter und Staatsanwälte, über 3.000 Soldaten und Polizisten ermordet. Das Medellín Kartell nimmt etwa 30 Milliarden USD aus ihren kriminellen Geschäften ein.
 
1985
Eröffnung des internationalen Flughafens José María Córdova, der außerhalb der Stadt auf dem Hochplateau von Rio Negro gelegen ist.

1986 
In Medellin werden im Schnitt pro Tag etwa 10 Menschen ermordet. 

1989
Nachdem das Medellín-Kartell am 18. August den kolumbianischen Präsidentschaftskandidaten Luis Carlos Galan ermordet, kommt es zum offenen Krieg zwischen dem Kartell und der Regierung Kolumbiens, mit der USA an ihrer Seite. Innerhalb weniger Tage werden 12.000 (!) Kartell-Mitglieder verhaftet und zahlreiches Vermögen (Bargeld, Villas, gepanzerte Fahrzeuge, Flugzeuge usw.) wird eingezogen. Ebenso werden zahlreiche Köpfe des Kartells getötet.

1991
Ende des Drogenkrieges und Aushandelung der Auslieferung von Pablo Escobar, welcher ein eigens für ihn und seine Leibwächter gebautes Luxusgefängnis bezieht und von dort aus seine Geschäfte weiter betreiben kann. Nachdem Escobar im Gefängnis andere wichtige Drogenbarone töten lässt, bricht der Drogenkrieg erneut aus, diesmal eher unter verfeindeten Clans. Escobar muss aus seinem Luxusgefängnis fliehen.
 
02.12.1993
Die Spezialeinheit "Bloque de Busqueda" findet Escobar und tötet ihn, was das Ende des Medellin-Kartells besiegelt. Dennoch bleibt Medellin zunächst eine der gefährlichsten Städte der Welt. Nach wie vor stehen überall Auftragskiller bereit, die für 10 USD bereit sind zu morden.

1995
Eröffnung der modernen Metro von Medellin.
 
2002
Einnahme der Comuna 13 (ein Stadtviertel Medellins) durch das Militär. Die Comuna 13 ist bis dahin Kriegsschauplatz zwischen linker Guerilla und rechter Paramilitärs ist. 
 
2002
Umgestaltung der Plaza Botero zu einem Skulpturenplatz des berühmten kolumbianischen Künstlers Fernando Botero. Medellín gilt mehr und mehr als sichere Stadt.
 
2004
Eröffnung des Metrocable von Medellin. Hierbei handelt es sich um zwei 2 km lange Seilbahnlinien die die Metro mit den an den Berghängen befindlichen Stadtvierteln verbinden. Medellin gilt weltweit mehr und mehr als gelungenes Beispiel der Transformation einer extem gefährlichen Stadt in ein Musterbeispiel innovativer Stadtentwicklung.
 

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