Halbtagesausflug Archäologischer Park San Agustín

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Auf dieser halbtägigen Tour geht es in das Herz der San-Agustín-Kultur, einem hoch entwickelten Volk, welches sich der Landwirtschaft widmete und ihren religiösen Glauben durch Skulpturen zum Ausdruck brachte. Noch heute beneiden die Bildhauer die damals in Stein gehauenen Statuen. Weiterhin waren die Agustinianos auch Meister der Ingenieurskunst, bevor sie durch feindselige Eroberer bis zum 15 Jahrhundert aus der Region vertrieben wurden. 2,5 km westlich von dem kleinen Ort San Agustín liegt die bedeutendste Ausgrabungsstäte Südamerikas. Der 1935 gegründete Parque Arqueológico de San Agustín umfasst ein Gebiet von 78 ha und beinhaltet neben einer Sammlung von etwa 130 Statuen auch ein interessantes Museum, gewaltige Begräbniskomplexe sowie ein meisterhaftes Kanalsystem.

Bereits am Parkeingang befindet sich die erste von vier Mesitas (kleiner Hügel), mit der Administration und dem Museo Arqueológico. Diese bietet interessante Hintergrundinformationen sowie viele kleine Statuen, Gerätschaften, Keramik, Schmuck und vieles mehr. Direkt hinter der Mesita D führt ein 600 m langer Rundweg durch den Bosque de las Estatuas, einem Statuenwald mit 39 aufgestellten Skulpturen. Anschließend führ ein dichter Sekundärwald über schmale gepflasterte Pfade zu den beiden Mesitas A und B. Fünf Grabhügel, gesäumt von Statuen und aufgerichteten Steinplatten erwarten die Gäste hier. Interessant sind dabei die Schreine der Jaguarschamanen, welche zusammen mit ihren Wächtern in alle Himmelsrichtungen blicken. Wissenschaftler deuten dies als besonderes kosmologisches Empfinden der Agustinianos. Weiterhin befinden sich auf der Mesita B, zwei der berühmtesten Skulpturen des Parks: der Adler mit einer Schlange in seinen Krallen und El Obispo (der Bischoff – eine riesige, vier Meter hohe anthropomorphe Figur). Im Anschluss an die Mesita C (an diesem Ort waren früher mehr als 15 Skulpturen) führt ein Pfad durch knarrenden Bambus hinab zu der Fuente Ceremonial de Lavapatas (Zeremonialbrunnen). Diese, wohl merkwürdigste Stätte des Parks, bildet ein komplexes Labyrinth von Kanälen und terrassenförmigen, ins Flussbett gehauene Becken mit eingemeißelten Dekorationen von Tieren und menschlichen Figuren. Die Quellen wurden früher wohl als heilige Orte für religiöse Zeremonien genutzt und beweisen uns heute noch die hochentwickelten hydraulischen Kenntnisse und den hohen Grad an Ingenieursleistung der Agustinianos. Nicht ohne Grund zählt es als Meisterwerk dieser Kultur. Zum Abschluss der Tour geht es hinauf auf den Alta de Lavapatas (1.750 m), der ältesten Fundstätte San Agustíns. Neben den von Statuen bewachten Gräbern können die Besucher auch eine wundervolle Aussicht auf das Umland genießen.